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Zhaoqing
Zhaoqing ist eine berühmte alte Kulturstadt in der Provinz Guangdong.
Die Stadt Zhaoqing (chinesisch: 肇庆) ist seit der Tang-Zeit (618-907) wegen ihrer bildschönen Landschaft landesweit bekannt. Sie liegt am Nordufer des Xijiang-Flusses (chinesisch: 西江) im Westen der Provinz Guangdong (chinesisch: 广东), etwa 90 km von westlich Guangdongs Hauptstadt Guangzhou (chinesisch: 广州).
Zhaoqing (chinesisch: 肇庆) hat eine lange Geschichte. Schon in der Regierungsperiode des Han-Kaisers Liu Che, bekannt als Kaiser Wu (156-87 v. Chr.), diente Zhaoqing (chinesisch: 肇庆) als Regierungssitz des Kreises Gaoyao und in der Sui-Zeit (581-618) als Hauptstadt der Präfektur Duanzhou (chinesisch: 端州). Ihren heutigen Namen Zhaoqing (chinesisch: 肇庆) erhielt die Stadt vom Song-Kaiser Hui Zong (1082-1135).
Seit der Sui-Zeit war Zhaoqing (chinesisch: 肇庆) das Zentrum der Politik, Wirtschaft und Kultur sowie eine wichtige Garnisonsstadt südlich des Nanling-Gebirges (chinesisch: 南岭). Heute sieht man hier noch viele historische Stätten und Kulturdenkmäler sowie den Qingyun-Tempel aus der Tang-Zeit, die Stadtmauer aus der Song-Zeit (960-1279) und die Lehranstalt Qingde aus der Yuan-Zeit (1279-1368). In der Altstadt Duanzhou (chinesisch: 端州) gibt es auch viele alte Bauwerke wie den Mei-Nonnentempel und die Türme Piyun, Yuejiang und Liqiao. In Duanzhou sind noch heute viele Geschichten von historischen Persönlichkeiten überliefert. Eine davon handelt von dem japanischen Mänch Yoyei, der in der Tang-Zeit vom japanischen Kaiserhof nach China zum Studium des Buddhismus geschickt wurde. Von 742 bis 748 hat er insgesamt fünfmal den chinesischen Mänch Jian Zhen bei dessen überfahrt nach Japan begleitet. Beim letzten Mal starb er in Duanzhou infolge der Strapazen an einer Krankheit. Zur Erinnerung an diesen japanischen Mänch wurde im Jahre 1963 am Hang des Dinghu-Berges närdlich der Stadt Zhaoqing (chinesisch: 肇庆) ein Gedenkstein errichtet. Eine weitere historische Persänlichkeit war Bao Zheng (999-1062), ein berühmter Minister der Nördlichen Song-Dynastie. Er lebte und arbeitete hier drei Jahre lang als Kreisvorsteher. Im Lauf der Jahrhunderte hat Zhaoqing (chinesisch: 肇庆) mit seiner schönen Naturlandschaft viele Gelehrte und Beamte angezogen. Sie hinterließen hier zahlreiche Gedichte und kalligrafische Werke, die heute im "Tausendjährigen Gedichte-Korridor" im Xinghu-Landschaftsgebiet zu sehen sind. Statistischen Angaben zufolge gibt es in Zhaoqing (chinesisch: 肇庆) insgesamt über 300 Kulturdenkmäler, aufgrunddessen die Stadt im Jahre 1994 vom Staat zu einer Nationalen Historischen Kulturstadt erklärt wurde.
Erwähnenswert sind auch die Tuschesteine aus Zhaoqing (chinesisch: 肇庆), die seit der Tang-Zeit landesweit bekannt sind. Sie gehören zusammen mit den Pinseln aus Huzhou (chinesisch: 湖州) in der Provinz Zhejiang (chinesisch: 浙江), dem Papier aus Xuangcheng und der Tusche aus Huizhou (chinesisch: 徽州) in der Provinz Anhui (chinesisch: 安徽) zu den "Vier Schätzen der Studierstube" und dienten in der Geschichte als Tribut für den Kaiserhof.
Ein weiteres wichtiges kulturelles Produkt aus Zhaoqing ist Duanyan (chinesisch: 端砚) - Tinte. Diese Tinte wird im Bezirk Duanzhou bereits seit der Tang-Dynastie gewonnen. Sie ist meist violett, seltenere und wertvollere Tintensteine können jedoch auch grün oder weiß sein. Duanyan-Tinte wird von Kalligraphen für die Feinheit und Kompaktheit des Steines geschätzt, daneben lässt sich diese Tinte besonders angenehm zubereiten und greift den Pinsel nicht an.
Zhaoqing ist innerhalb Chinas für seine Guozhen Zong (chinesisch: 肇庆裹蒸粽) bekannt. Dies ist eine spezielle Art von Zongzi, pyramidenförmigen Klebreistaschen, in Blätter eingewickelt und mit Mungobohnen, Schweinefleisch, gesalzenem Ei, chinesischen Würsten und Pilzen stundenlang gekocht werden. Diese ein Pfund schweren Zongzi (chinesisch: 糯米) werden heiß gegessen.
Zhaoqing (chinesisch: 肇庆) ist auch eine berühmte Touristenstadt in China. Zu ihren wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen das Xinghu-Landschaftsgebiet (chinesisch: 星湖) und der Xiannü-See. Das Xinghu-Landschaftsgebiet im Norden der Stadt Zhaoqing (chinesisch: 肇庆) wird von den Sieben-Sterne-Felsen und dem Dinghu-Berg geprägt. Xinghu nennt man auch Qinxingyan. Hier gibt es fünf Seen und sieben Felsen. Die fünf Seen sind durch einen 20 km langen Damm miteinander verbunden. Die sieben steilen Felsen sehen wie Sterne am Himmel aus. Hier sieht man viele bizarre Karsthöhlen und alte Steinskulpturen. Der Dinghu-Berg, 18 km nördlich von Zhaoqing (chinesisch: 肇庆), ist einer der vier berühmten Massive des Lingnan-Gebirges (chinesisch: 嶺南). Überall auf diesem 344 m hohen Berg sieht man pittoresk geformte Felsen, viele Quellen, Wasserfälle und Karsthöhlen. Südlich des Berges steht der Qinyun-Tempel aus der Tang-Zeit. Der Berg ist mit dichten Regenwäldern bewachsen und weist 1700 Pflanzenarten auf. 1979 wurde er in die Liste der zu schützenden Naturdenkmäler der UNESCO eingetragen.
Der Xiannü-See, auch Feen-See genannt, befindet sich im Nordosten des Xinghu-Landschaftsgebiets. Auf der Wasserfläche des Sees sieht man eine fein geformte Marmorstatue der Fee Hehua. Einer Sage nach half sie den örtlichen Bauern während einer Dürre mit ihrer Milch bei der Bewässerung der Reisfelder. Westlich des Sees befindet sich ein riesiger Felsen, der von weitem gesehen wie ein liegender Buddha aussieht.
In der Umgebung gibt es auch Sehenswürdigkeiten wie den Drachenmutter-Tempel und die Panlong-Schlucht in Deqing (chinesisch: 德庆), viele Bambushaine, den Sihuizhen-Berg und den Ökologie-Garten in Guangning.
In den letzten Jahren hat die Stadt bei der Reform und öffnung nach außen große Erfolge erzielt. Heute verfügt Zhaoqing (chinesisch: 肇庆) über mehrere Industriezonen wie Dawang, Nanjiang und Jindu. Viele große in- und ausländische Unternehmen haben hier ihre Filialen eröffnet.

























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