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Yuanmou Erdwald
Neben dem Urwald in Xishuangbanna und dem Steinwald in Lunan ist Yuanmou der dritte bekannte Wald der Provinz Yunnan.
Der Erdwald (chinesisch: 土林) in Yuanmou (chinesisch: 元谋), Yúnnán Yuán Móu Tǔlín (chinesisch: 云南元谋土林), befindet sich am Südufer des Jinsha-Flusses (chinesisch: 金沙河), 220 km von Kunming (chinesisch: 昆明), der Hauptstadt der Provinz Yunnan (chinesisch: 云南), entfernt.
Der Kreis Yuanmou (chinesisch: 元谋县) gehört zum Autonomen Bezirk Chuxiong (chinesisch: 楚雄彝族自治州) der Yi in der südwestchinesischen Provinz Yunnan. Yuanmou hat eine Fläche von 1.803 km². In Yuanmou wurden die Fossilien des Yuanmou-Menschen (chinesisch: 元谋人) entdeckt.
Der Erdwald (chinesisch: 土林) besteht aus den drei Teilen Banguo, Huafeng und Hutiaotan und nimmt eine Gesamtfläche von 50 Quadratkilometern ein. Bei einem Spaziergang durch diesen Erdwald fühlt man sich wie im Märchenland. Hoch aufragende Erdpfähle von seltsamer Gestalt und Form in prächtigen Farben stehen allein oder in Gruppen. Sie sehen wie Menschen- oder Tierfiguren, Paläste, Pagoden, Pyramiden oder Skulpturen aus.
Die geologische Beschaffenheit des Erdwaldes entstand in der frühen Periode des Quartärs, etwa vor 1,5 Millionen Jahren. Damals gab es hier zahlreiche Flüsse, Seen, dichte Wälder und viele Tiere. Heute kann man hier noch die Fossilien dieser Tiere entdecken. Die von den Flüssen mitgeführten Kieselsteine, Sand und Schlamm bildeten mit der Zeit dicke Ablagerungen. Später hob sich diese Schicht mit der Erdkrustenbewegung aus den Flüssen und Seen zu Hügeln empor, die durch den subtropischen Monsun und die heftigen Regengüsse im Sommer zum heutigen Erdwald verwitterten. Die Entwicklung des Erdwaldes ist noch nicht abgeschlossen. Durch die Erosion verschwinden manche Erdpfähle, während woanders gleichzeitig neue Hügel entstehen.
Touristen kännen sowohl mit dem Auto von Kunming aus als auch mit dem Zug direkt nach Yuanmou fahren. Die bizarre Naturlandschaft des Erdwaldes und die Sitten und Gebräuche der hier lebenden Yi-Nationalität ziehen immer mehr Interessierte nach Yuanmou.
Die beste Reisezeit für Yuanmou ist von Oktober bis Februar.
Bilder und Fotos vom Yuanmou Erdwald
Yuanmou-Mensch
Als Yuanmou-Mensch (chinesisch: 元谋猿人 bzw. 元谋人) werden zwei fossile Oberkiefer-Schneidezähne bezeichnet, die 1965 von dem Geologen Fang Qian in Shangnabang im Kreis Yuanmou in der südchinesischen Provinz Yunnan gefunden wurden. Aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit den aus Zhoukoudian (chinesisch: 周口店地区)bekannten Funden des Peking-Menschen werden sie – wie der Jianshi-Mensch – zu Homo erectus gestellt.
Das Alter der Funde ist ungeklärt, da ihre genaue Lage am Fundort nicht mit letzter Sicherheit rekonstruiert werden konnte. In der Nähe des Fundortes gibt es Bereiche, deren Alter auf etwa 1,7 Millionen Jahre datiert wurde. Funde von fossilen Tieren, deren Alter andernorts datiert wurde und daher als gesichert gilt, deuten aber darauf hin, dass die Bodenschichten wiederholt erheblich umgelagert wurden, so dass heute älteres Material über jüngerem liegt. Schätzungen, die auch die Ausbreitungsgeschichte von Homo erectus in Asien berücksichtigen, billigen den Fundstücken daher bloß ein Alter von 600.000 bis 500.000 Jahren zu.
Die Stätte seiner Entdeckung steht seit 1982 auf der Liste der Denkmäler der Volksrepublik China.

























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