Xiangshan Park - Duftender Berg
In den Westbergen bei Peking, 20 km von der Stadt entfernt, liegt der Xiangshan Park.
Auf den Berggipfeln erheben sich zwei riesige Felsen, Rufengshi genannt. Sie gleichen zwei Weihrauchgefäßen. Wenn die Wolken über den Berggipfel ziehen, scheint Weihrauch aus ihnen aufzusteigen. Daher heißt der Berg auch der "Duftende-Weihrauchgefäß-Berg" oder auch Xianglushan. Xiangshan (chinesisch: 香山公å›) ist eine Abkürzung dieses Namens.
Bereits vor 700 Jahren wurde hier auf Befehl des Kaisers ein großer Tempel, Xiangshansi, und eine Villa erbaut. Zur Zeit der Yuan-, der Ming- und der Qing-Dynastie wurden Restaurierungsarbeiten durchgeführt und Neubauten erstellt. So entstand dort nach und nach ein Park, der den Namen Jingyiyuan (Garten der Wohltuenden Stille) erhielt. Für die großangelegten Bauarbeiten wurden zur Zeit der Yuan-Dynastie 500000 Tael Silber und zur Zeit der Ming-Dynastie mehr als 700000 Tael Silber aufgewandt. 1860 und 1900 aber wurde der Park zerstört, zuerst von der englisch-französischen Interventionsarmee und später von der alliierten Interventionsarmee der acht Mächte. Von den meisten Bauten blieben nur noch Ruinen übrig. Nach der Befreiung wurde der Park in großem Ausmaß restauriert.
Im Nordteil des Parks steht der Zhaomiao (Tempel der Einsicht), ein Lamatempel tibetischen Stils. Er wurde 1780 für den Panchen aus Tibet erbaut. Vor dem Tempel steht ein Torbogen mit glasierten Ziegeln; westlich des Tempels erhebt sich eine siebenstöckige achteckige Pagode aus glasierten Ziegeln (Liulita). An jedem Stockwerk und an jeder Ecke hängt eine kupferne Glocke.
Beim kleinsten Windhauch erklingt durch die Waldesstille ein melodisches Läuten.
Im Herbst leuchten die Ahornblätter an den Berghängen in den verschiedensten Rottönen. Ein Anblick, an dem sich die Pekinger seit langem Jahr für Jahr erfreuen.











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