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Das Wuyi Gebirge in der Provinz Fujian
Nach einer Legende wurde im Wuyi Gebirge der Tee in China entdeckt.
Das Wuyi-Gebirge (chinesisch: 武夷山) erhebt sich in der südlichen Vorstadt der Stadt Wuyishan im Nordwesten der Provinz Fujian (chinesisch: 福建省). Es reicht bis ins Grenzgebiet zwischen den Provinzen Fujian (chinesisch: 福建省) und Jiangxi (chinesisch: 江西) und wird „grünes Wasser und rotes Gebirge“ und „herrlichster Berg in Südostchina“ genannt.
Im Wuyi-Gebirge (chinesisch: 武夷山) gibt es neben dem Landschaftsgebiet Wuyishan auch ein Naturschutzgebiet mit intakter Umwelt in beeindruckender Berglandschaft. Es erstreckt sich über 500 Kilometer mit Höhen zwischen 1.000 und 1.500 Metern. Sein höchster Gipfel, der Huanggang-Berg, ist mit 2.158 Metern die höchste Erhebung in Fujian. Das Gebiet gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe.
Wichtige Sehenswürdigkeiten im Wuyi-Gebirge (chinesisch: 武夷山): Landschaftsgebiete Jiuquxi, Wuyigong, Tianyou und Shuiliandong sowie das Naturschutzgebiet Wuyishan
Das Landschaftsgebiet Wuyishan liegt im Durchschnitt 350 m hoch und hat die typische Danxian-Struktur. Sehenswerte Teile dieser Landschaft sind der Jiuqu-Fluss, 36 Gipfel, 72 Höhlen, 99 Felsen und 108 andere Sehenswürdigkeiten. Die Berggipfel des Wuyi-Gebirge (chinesisch: 武夷山)s zeigen dem Betrachter verschiedene Formen. Unter den 36 Gipfeln sind Dawang, Yunü und Tianyou die bekanntesten. Der Jiuqu-Fluss verleiht dem Landschaftsgebiet eine zusätzliche Attraktion. Er entspringt am Sanbao-Berg und bahnt sich mit seinem kristallklaren Wasser zwischen den Bergen seinen Weg.
Diese atemberaubende Landschaft mit seiner zauberhaften Natur entstand im Laufe von Hundert Millionen Jahren. Auf einer 1000 Quadratkilometer großen Fläche ragen die Gipfel empor, graben sich tiefe Höhlen in die steilen Felsen, großartige Wasserfälle rauschen in die Tiefe, und in den engen Schluchten winden sich Flüsse und Seen. Die Landschaften verändern sich im Wechsel der Jahreszeiten dramatisch, und die Veränderung von Licht und Schatten vom Morgengrauen bis zum abendlichen Sonnenuntergang sind ein sich täglich wiederholendes Naturschauspiel.
Die Gegend um das Wuyi-Gebirge (chinesisch: 武夷山) besitzt eine alte Kultur und lange Geschichte. Buddhismus, Konfuzianismus und Taoismus haben hier Spuren hinterlassen. Seit der Qin- und der Han-Dynastie wurde das Gebirge von vielen Dynastien verehrt und als „16. himmlische Stätte“ bezeichnet. Bis heute haben sich der Chongyou Wannian-Palast, der Tianxin Yongle-Tempel, die Wuyi-Wohnstuben, der Wuyi-Gedenksteinwald und die Gedenhalle von Zhu Xi erhalten. Im Wuyi-Gebirge (chinesisch: 武夷山) existiert das größte und am besten erhaltene Öko-System subtropischer Wälder in Südostchina. Das Gebirge ist dicht bewaldet und verfügt über reiche biologische Ressourcen. Es wurde in die Naturschutzgebiete der UNO „Mensch und Natur“ eingestuft.
Der Name des Wuyi-Gebirge (chinesisch: 武夷山) geht auf eine Legende zurück. Während Shang-Dynastie lebte im heutigen Jiangsu ein Nachkomme des Gelben Kaisers namens Qian Keng. Als in Zentralchina Unruhen ausbrachen flohen seine beiden Söhne Wu (chinesisch: 武 = Krieg) und Yi (chinesisch: 夷 = Barbar) in die Bergwelt Fujians.
Unter Wuyi-Gebirge (chinesisch: 武夷山) verstehen die meisten Chinesen aber den Nationalpark Wuyi-Gebirge, der sich im südlichen Auslauf des Gebirgsmassiv befindet, nur 15 Kilometer von der Stadt "Wuyi Shan" entfernt. Auch dieser Bereich steht auf der UNESCO-Liste des Natur- und Kulturerbes. Die zentrale Attraktion ist der Fluss der Neun Windungen. Der Fluss hat eine Gesamtlänge von etwa 60 Kilometer, touristisch interessant ist nur der untere Flusslauf. In einer Länge von etwa 9 Kilometer schlängelt sich der Fluss durch unzählige Felsenklippen und macht dabei mehrere, zum Teil sehr scharfe Biegungen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Fluss zu erkunden, aber am originellsten ist es mit einem Bambusfloß. Zum einen ist in Südchina das Bambusfloß ein typisches Transportmittel zu Wasser, zum anderen kann man nie sicher sein, was für Kuriosität man bei einer Fahrt mit dem Bambusfloß neben der wunderschönen Landschaft noch erleben wird.
In den immergrünen Laub- und Nadelbaumwäldern finden sich 700 Jahre alte Ginkgobäume, über 140 Vogelarten, sowie Reptilien und Amphibien. Mehr als 50 Schlangenarten, darunter viele Giftschlangen, sind hier zu finden.
Der französische Missionär Armand David hatte im 19. Jahrhundert mehr als 150.000 Präparate von Vögeln und Pflanzen angefertigt und nach Europa gebracht. Die Entdeckung neuer Spezies hat in Europa für großes Aufsehen gesorgt. Die sich tief im Wuyi-Gebirge (chinesisch: 武夷山) befindende Ortschaft Guadun wurde über Nacht bei westlichen Biologen berühmt.
Die Wuyi-Berge sind auch eine sprachliche Grenze zu der Nordchinesisch sprechenden Nachbarprovinz Jiangxi. die Min-Dialekte Fujians sind eng mit den auf Taiwan gesprochenen Dialekten verwandt.
Abgesehen von seiner ursprünglichen Naturlandschaft finden sich im Wuyi-Gebirge auch zahlreiche historische, religiöse und kulturelle Sehenswürdigkeiten. Dazu gehören die Ruine eines ehemaligen Porzellanbrennofens aus der Song-Dynastie (960-1279), die Überreste einer Stadt in der Han-Dynastie sowie kulturelle Vermächtnisse der damaligen Bergbewohner wie die an Felsen hängenden Särge. In der Song-, Yuan- und Ming-Dynastie haben sich hier mehrere Lehranstalten der konfuzianisch-idealistischen Schule angesiedelt, und die zahlreichen Tempel und Klöster zeugen von der religiösen Vergangenheit der Region.
Vor Jahrtausenden lebten verschiedene Volksstämme auf chinesischem Boden: Die Yi im Osten, die Hunnen im Norden, die Qiang im Westen und die Yue im Süden und Südosten. Das Wuyi-Gebirge (chinesisch: 武夷山) war Heimat des Volksstammes Minyue, das sich zu einer großartigen Zivilisation entwickelte.
Das Minyue-Königreich existierte nur 92 Jahre lang. Aber in dieser kurzen Zeit haben sich die Yue zu einer schillernden Zivilisation entwickelt. Sie verwendeten in der Landwirtschaft bereits Werkzeuge aus Eisen und förderten so ihre Produktivität.
Seit alters her wird an den Hängen des Wuyi-Berges eine berühmte Sorte Schwarzen Tees angebaut, der "Yan-Cha" nämlich. Eine spezielle Klasse dieses Tees, der "Da -Hong-Pao" gilt sogar als der beste Schwarze Tee Chinas. Fast das ganze Gebiet des Wuyi-Gebirge (chinesisch: 武夷山) ist für den Tee-Anbau geeignet. Die Höhenlage in den Bergen - etwa 600 bis 1200 Meter über dem Meeresspiegel - reichlich Sonnenschein und gleichzeitig hohe Luftfeuchtigkeit verleihen dem grünen Tee aus dem Wuyi-Gebirge (chinesisch: 武夷山) eine besonders hohe Qualität und sein duftendes Aroma.
Eine Legende erzählt, wie Tee in China entdeckt wurde:
Als der erste Apotheker und Arzt in China, Shennong, auf der Suche nach Heilkräutern war, probierte er auch von einem ihm unbekannten Graß, das unglücklicherweise giftig war. In seiner Verzweiflung, so die Legende weiter, nahm der todgeweihte Arzt ein Teeblatt in den Mund - und da ging es ihm allmählich besser. So hat er quasi zufällig die wunderbare Pflanze Tee als Heilmittel entdeckt.
In den darauf folgenden Jahrtausenden wurde landesweit Tee angebaut. Das Klima in Fujian, insbesondere im Wuyi-Gebirge (chinesisch: 武夷山), ist für den Anbau von Tee sehr gut geeignet. Tee aus Fujian wie der Yanfeng-Tee, der ein dezentes und erfrischendes Aroma hat, genießt landesweit einen guten Ruf.
Im Dezember 1999 wurde das Wuyi-Gebirge (chinesisch: 武夷山) in die Liste des Natur- und Kulturerbes der Welt aufgenommen. Laut UNESCO ist das Wuyi-Gebirge (chinesisch: 武夷山) einer der herausragendsten subtropischen Wälder der Welt. Es ist das größte und repräsentativste Beispiel eines fast intakten Waldes, der die Vielfalt der chinesischen Subtropenwälder und südchinesischen Tropenregenwälder umfasst. Heute darf jeder gegen einen für chinesische Verhältnisse recht hohen Eintrittspreis das Naturschutzgebiet auf eigene Faust erkunden.
Die Verkehrsverbindungen nach Fujian und ins Landschaftsgebiet im Wuyi-Geibrge sind günstig. Die Ortschaft ist durch Eisenbahn, Fluglinien und Autobahnen mit der Provinzhauptstadt Fuzhou verbunden.


























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