China Reisen » Reiseziele > Provinzen > Jiangsu > Wuxi
Wuxi
Historisch gesehen ist Wuxi eine von acht ursprünglichen Kulturlandschaften Chinas.
Die Stadt Wuxi (chinesisch: 无锡) liegt am Jangtse (chinesisch: 扬子江) zwischen Suzhou (chinesisch: 苏州) und Nanjing (chinesisch: 南京) im Süden der Provinz Jiangsu (chinesisch: 江苏), auf halbem Weg zwischen Shanghai (chinesisch: 上海) und Nanjing (chinesisch: 南京). Shanghai liegt 128 Kilometer östlich und Nanjing 183 Kilometer westlich. Südlich von Wuxi liegt der Taihu See (chinesisch: 太湖) und nördlich der Jangtse.
Einst war Wuxi für seine Zinnvorkommen bekannt. Heute ist die ostchinesische Stadt eine der wirtschaftlich stärksten Städte der Provinz Jiangsu.
Dank seiner Entwicklung in letzter Zeit wird Wuxi auch "klein Shanghai" genannt. Touristisch erschlossen ist Wuxi aufgrund seiner Lage am Tai Hu (太湖), dem drittgrößten Binnensee Chinas. Sehenswürdigkeiten sind z.B. die 1996 fertiggestellte, 88 Meter hohe Buddha-Statue am Lingshan (chinesisch: 灵山大佛), der Luding-Bergpark sowie der Jichang-Garten, zu deutsch "Garten der Zerstreuung" (chinesisch: 寄畅园), der ehemaligen Wohnsitz (chinesisch: 薛福成故居建筑群 oder 薛家花園) von Xue Fucheng (chinesisch: 薛福成), der zu den berühmten Privatgärten Südchinas zählt.
Das Klima in Wuxi ist feucht und gemäßigt. Es ist ein subtropisches Meeresklima mit deutlichen Jahreszeiten. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 15,5 Grad Celsius, aber es gibt nur selten Schnee. Aufgrund seiner Nähe zum Ostchinesischen Meer gibt es in Wuxi eine Regenzeit und durchschnittlich fallen 100 Zentimeter Regen pro Jahr. Dank seinem fruchtbaren Boden und der ergiebigen Landwirtschaft ist Wuxi in China als fisch- und reisreiches Land bekannt.
Historisch gesehen ist Wuxi eine von acht ursprünglichen Kulturlandschaften Chinas. Wuxi ist eine berühmte Kulturstadt mit einer mehr als 3000 Jahre alten Geschichte. Die Gründung der Stadt reicht auf die Shang-Dynastie zurück. Taibo, der älteste Sohn von Kaiser Zhouwu in der westlichen Zhou-Dynastie kam nach Wuxi und führte die zentralchinesische Kultur im Süden ein und schuf die Wu-Kultur. In der Gegend gab es während der Zhou- und Qin-Dynastie reiche Zinnvorkommen. Als sich die Zinnvorkommen Ende der Qin-Dynastie erschöpften, wurde die Stadt „Wuxi“ getauft, was soviel bedeutet wie „Ort ohne Zinn“.
Wuxi ist mit natürlichen und menschlichen Ressourcen gesegnet und hat ein wahres Sternensystem an begabten Personen sowie eine entwickelte Wirtschaft hervorgebracht. Als eine der Geburtsstätten der staatlichen Industrie und des Handels ist Wuxi eine von 15 Wirtschaftszentren in China. 2007 betrug das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf 65.203 Yuan und lag damit in der Provinz Jangsu an zweiter Stelle hinter Suzhou und noch vor der Provinzhauptstadt Nanjing.
Bilder und Fotos von Wuxi
Garten der Zerstreuung
Der Garten der Zerstreuung bzw. Garten der Ergötzung oder Jichang-Garten (chinesisch: 寄畅园) in Wuxi, Provinz Jiangsu, China, ist einer der berühmtesten Privatgärten Südchinas und wurde ungefähr in den Jahren 1506-1521 in der Zeit der Ming-Dynastie als Wohnsitz einer Familie angelegt. Der Kaiser Qianlong schätzte diesen Garten so sehr, dass er nach diesem Vorbild den "Garten der Harmonischen Stimmung" im heutigen Sommerpalast in Peking anlegen ließ.
Der Garten hat eine schmale, längliche Form und umfasst etwa 9900 Quadratmeter. Westlich und südlich ist der Garten von zwei Bergen eingerahmt; die Quellen des einen Berges sammeln sich im See der "Zusammengeflossenen Brokatwellen", der das Zentrum des Gartens bildet. Durch die Einbeziehung der beiden Berge in die Gartengestaltung verschmelzen die vom Menschen geschaffene Szenerie und die natürliche Landschaft zu einem harmonischen Ganzen. Die meisten Gebäude sind heute nicht mehr vorhanden; Erhalten geblieben ist aber u.a. das Gebäude "Brüstung des Wissens um die Fische", das auf drei Seiten vom Wasser umgeben ist und das Gegenstück ist zu einer Gruppe von Steinen, dem sogenannten "Strand der Kranichschritte", die vom anderen Ufer her ins Wasser ragen. Die Anlage ist so gewählt, dass die Szenerie den Eindruck von Tiefe und Ferne erweckt.
Am Westufer des Teiches liegt ein künstlich geschaffener Berg, der die Silhouette eines Berges der Umgebung aufgreift. Diesen künstlichen Berg schneidet eine aus Kalkstein gebildete, gewundene Schlucht so tief ein, dass sie ein Mensch passieren kann, ohne von außen gesehen zu werden. Die Schlucht begleitet eine Wasserlauf mit kleinen Wasserfällen, nach dessen plätschernden Geräuschen heißt die Schlucht auch "Schlucht der Acht Klänge".
Der Garten steht seit 1988 auf der Liste der Denkmäler der Volksrepublik China.

























Mit unserer interaktiven 
