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Wudang Shan
Mit seinen zahlreichen Bauwerken, Tempeln, Palästen, Klöstern, Brücken, Toren, Höhlen und Einsiedeleien ist Wudangshan ein berühmter heiliger Platz.
Der Wudang-Berg (chinesisch: æ¦å½“å±±) befindet sich im Nordwesten der Provinz Hubei (chinesisch: 湖北) und gehört zu den berühmten heiligen taoistischen Orten. Die Gebirgsketten sehen zierlich und hübsch aus, die Landschaft ist still und abgeschieden. Insgesamt gibt es hier 72 Berggipfel. Der Hauptgipfel Tianzhu (chinesisch: 天柱) hat eine Höhe von 1612 m. Der Wudang-Berg wurde bereits in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes der Menschheit aufgenommen.
Der Wudang-Berg ist das Queligebiet der modernen Wudang-Boxkunst, die weltweit berühmt ist für „das Taiyiwuxing-Boxen".
Der berühmte Meister Zhang Sanfeng ließ den Wudang-Berg endlich einen Weltruf genießen. Die von ihm gegründete Wudang-Schule hat das gleiche Ansehen wie die Shaolin-Schule des Shaolin-Berges. Die Wudang-Schule steht im engen Zusammenhang mit dem Taoismus. Sie legt großen Wert darauf, Zärtlichkeit als Mittel gegen Stärke zu nehmen, und zum Angriff überzugehen, nachdem der Feind den ersten Schuss abgegeben hat. Diese Schule wird auch „innere Boxschule" genannt.
Der Wudang-Berg verfügt über viele natürliche und kulturelle Sehenswürdigkeiten, wie z. B. die Drei Aushöhlungen, die Neun Quellen, die Neun Brunnen, die Neun Plattformen, die Zehn Teiche, die Elf Höhlen, die 24 Höhlen, die 36 Klippen und die 72 Gipfel. Die alten Gebäude im Berg haben ein herrliches Ausmaß und eine gewaltige Architektur. Damit stellen sie das Wunder in der Weltgeschichte der alten Gebäude dar. Auf der Spitze des Tianzhu-Gipfels befindet sich der Goldene Tempel, auch Goldene Spitze genannt. Er ist ungefähr 90 t schwer und gehört zu den größten bestehenden Bronzegebäuden Chinas. Bis heute haben sich über 200 alte Bauwerke auf einer 1 Mio. Quadratmeter großen Fläche erhalten, davon sind 50 000 Quadratmeter reine Baufläche.
Zu den archäologischen Funden zählen Dinosaurierfossilien ebenso wie versteinerte Wirbellosen aus einem Urmeer. Auch Überreste von Affenmenschen wurden entdeckt, was beweist, dass hier ursprünglich Urwälder standen, in denen Altmenschen umherstreiften. Man fand im Gebiet ca. 800 Arten von Wild- und Kulturpflanzen, 130 Vogelarten und 1055 Insektenarten.
Wudangshan hat auch eine lang zurückreichende daoistische Tradition. Es ist überliefert, dass schon in der Jin-Dynastie (265–420) die ersten Gelehrten sich als Einsiedler hierhin zurückzogen. Der daoistische Priester Chen Tuan (Chen Xiyi) aus der Epoche der Fünf Dynastien (907 - 960) und der frühen Song-Dynastie, lebte der Sage nach mehr als 20 Jahre am Jiushi-Felsen, wo er sich der Nahrungsaufnahme enthielt und das Qi verfeinerte (Bi Gu Shi Qi). Während der Regierungszeit des Kaisers Zhengzong (998 - 1022) wurden die Tempel auf Wudangshan von der Orthodoxen Einheits-Sekte verwaltet und die anderen dort aktiven Sekten gingen in ihr auf. Ca. 200 Jahre später übernahm die Sekte der Vollständigen Vollendung die Vorherrschaft. Während der Ming-Dynastie (1368 - 1644) setzte sich nach und nach die Sekte vom Drachentor durch. Ein Schüler des Chen Tuan, Huo Long, genannt Zhen Ren (wahrer Mensch), soll Lehrer der legendären Heldengestalt Zhang Sanfeng gewesen sein, der zu Beginn der Ming-Dynastie am Wudangshan lebte.
Zhang gilt als Begründer des Wudang-Daoismus. Dieser basiert auf den Gedanken der Sekte zur Vollständigen Vollendung, setzt jedoch in den Mittelpunkt der Verehrung den sogenannten Wahren Krieger Zhen Wu. Wohl daher wird Zhang Sanfeng und der Wudangshan als Ursprung der Inneren Kampfkünste genannt. Die Wudang-Daoisten pflegen auch heute noch eine Vielzahl traditioneller Kampftechniken und Methoden der Selbstkultivierung.




























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