China Reisen » Reiseziele > Provinzen > Xinjiang > Urho
Geisterstadt Urho
Die Landschaft der Geisterstadt Urho ist bei Sonnenuntergang am schönsten.
Im Trockengebiet Zentralasiens gibt es ein lehmgelbes Gebiet, das man als "Geisterstadt", Urho (auf Uigurisch: Urho, auf Chinesisch: 乌尔禾) bezeichnet. Urho liegt im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang (chinesisch: 新疆) der Volksrepublik China. Die einzigartige Gestalt ihrer Landschaft hat sie zu einer berühmten Touristenattraktion gemacht. In dieser so genannten "Stadt" sind viele ockergelbe "Gebäude" zu sehen. Manche von ihnen sind massiv und mächtig, andere niedrig und klein. Die "Straßen" der Stadt sind breit und eben, aber wie ausgestorben. In Wirklichkeit ist dies eine menschenleere "Stadt" und Menschen haben tatsächlich nie in ihr gewohnt. Wenn es einen starken Sturm gibt, kommt allenfalls Sand in die Stadt. Dann verdunkelt sich der Himmel, das Land wird unter einer Sandschicht begraben. Man kann das bedrohliche Pfeifen des Windes hören. Es klingt wie Löwengebrüll oder auch wie jämmerliche Schreie. Wenn man hier übernachtet, erschreckt einen das Pfeifen des Windes fast zu Tode. Deshalb wird diese Gegend "Geisterstadt" genannt.
Die "Geisterstadt" Urho liegt im gleichnamigen Landstädtchen Urho in der Randzone des Junggar-Beckens in Nordxinjiang. Sie sieht wie Ruinen einer alten Stadt aus. Aber wenn man darin geht, entdeckt man, dass alle "Gebäude" Erdhügel, Erddämme und Anhöhen sind. Die Stadt ist also nicht von Menschenhand geschaffen, sondern ein Kunstwerk der Natur von atemberaubender Schönheit.
Genauso wenig wie es Menschen in dieser Stadt gibt, findet man dort Geister. Das Naturphänomen wird "Yadan-Landform" genannt. Das Wort Yadan (Uigurisch: Yadan oder Yardan) kann mit "steilem Hügel" oder "steilem Wall" übersetzt werden. In einigen anderen Gebieten von Xinjiang und Gansu sind diese einzigartigen Landschaftsformationen ebenfalls anzutreffen. Aber die Experten sind sich darüber einig, dass sich die schönste Yadan-Formation in der "Geisterstadt" unweit von Karamay befindet.
Die Landschaft der "Geisterstadt" ist bei Sonnenuntergang am schönsten. Endlose gelbe Sanddünen verändern ihre Farbe mit schwindendem Licht. Zuerst sind sie gelb, dann orange und anschließend rot, bis langsam die Nacht einbricht.
In der Kreidezeit vor mehr als 100 Millionen Jahren war das Junggar-Becken noch ein riesiger Süßwasser-See. Das Klima war mild, und dank ausreichender Niederschläge wuchs an beiden Seiten des Beckens eine üppige Vegetation. Es lebten hier die verschiedensten Tierarten. Unter den hier freigelegten Fossilien gibt es Fossilien riesiger Tiere aus grauer Vorzeit, darunter der Urho-Stegosaurier, der Plesiosatirier und der Junggar-Pterosaurier. Nach Verschiebungen der Erdkruste wurde der See zu einer Wüste.
Aufgrund der extremen Trockenheit und Hitze kann im Inneren der Wüste keine Vegetation existieren. So wurde die Erdoberfläche allmählich kahl. Solcherart Wind und Wetter ungeschützt ausgesetzt, sind zahlreiche Rinnen entstanden, die das Gelände durchzogen. Das Gebiet Urho liegt an einer Stelle, an der immer Wind weht. Bei starkem Sturm werden Flugsand und Kieselsteine herbeigetragen. Sie hämmern in den Boden. Durch ununterbrochene Winderosin ist die heutige imposante und einzigartige Landschaftsformation entstanden.
Das natürliche geologische Museum
Kuqa ist ein Kreis des Autonomen Gebiet Xinjiang, in dem die Uiguren leben. Dort gibt es heute noch 2000 Jahre alte buddhistische Grotten und farbenprächtige Gebirgsmassive, die sich in der Kreidezeit und Jurazeit gebildet haben. Yanshuigou (chinesisch: 盐水沟) liegt 10 Kilometer entfernt von Kuqa. Dort findet man eine endlose Wildnis und zerklüftete Lehmberge vor. Steile Felsen strecken sich auf den Bergskörpern in den Himmel. Es ist eine ruhige Welt, wo kein Mensch, kein Wind, auch keine Wolken, sondern nur gelbe Gebirge und blauer Himmel vorzufinden sind.
In der Gegend von Yanshuigou, wo sich die Keziliya Schlucht befindet, liegen überall riesige dunkelrote Gebirgsfelsblöcke herum. Auf den Felsen befinden sich hoch aufbauschende Fladern, die wie, in den Stein gehauene, Bauwerke aussehen. Diese Gebirgskörper werden von Ortsbewohnern als ,,Felsen des Potala Palastes“ bezeichnet, von Geologen jedoch als ,,Rotsandgebirge“.
Echte Wunder trifft man in der Keziliya Schlucht an. Diese Schlucht, welche 64 Kilometer nördlich von der Kreisstadt Kuqa entfernt liegt, am Südfuß des Tianshan Gebirges, zwischen den Rotsandbergen, hat eine durchschnittliche Meereshöhe von 1600 Metern. Ihr höchster Gipfel liegt 2048 Meter über dem Meer. Er erstreckt sich über 5 Kilometer von Süden nach Norden, seine breiteste Stelle beträgt 53 Meter und die engste Stelle 0,4 Meter. Vor 8 Jahren gab es hier kaum Touristen, aber heute ist hier bereits ein bekanntes Tourismusgebiet entstanden. In der Schlucht herrscht ein angenehmes Klima, im Sommer ist es kühl und im Winter warm.
Von den Gebirgen, in der Gegend von Kuqa, sind manche rot, manche bunt und manche gelb. Die unterschiedlichen Farben stammen aus den verschiedenen Erdzeitaltern und wurden durch Bewegungen der tektonischen Platten bewirkt.

























Mit unserer interaktiven 
