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Das Tuwa Dorf Horm am Kanasi-See
Die Tuwaer gehören zu den ältesten Nomadenvölkern Nordchinas.
Horm liegt im Kreis Burqin (chinesisch: 布尔津), im Autonomen Gebiet Xinjiang (chinesisch: 新疆). Es ist die Heimat der Uiguren am Kanasi-See (chinesisch: 喀纳斯湖) mitten im Altai Gebirge (chinesisch: 阿尔泰山脉).
Horm selbst liegt in einem Bergtal, und umfasst mehr als 80 Haushalte. Die Tuwaer in Horm (chinesisch: 禾木) leben seit Generationen in dieser abgelegenen Gebirgsgegend, umgeben vom dichten Wald. Sie haben kaum Kontakt mit der Außenwelt und haben sich so ihre traditionelle Lebensweise erhalten. Wie früher leben sie auch heute meist von Viehzucht und der Jagd. Der See Kanasi liegt nordwestlich des Dorfes. Und seit dieser für den Tourismus erschlossen ist, entdecken auch mehr und mehr Fremde die Schönheit Horms.
Die Tuwaer gehören zu den ältesten Nomadenvölkern Nordchinas. Heute leben am Kanasi-See rund 2900 Tuwaer, überwiegend in Horm und dem Nachbardorf Hemu. Die Tuwaer haben ihre eigene Sprache, die Tuwa-Sprache, die zur Turk-Sprachfamilie gehört. Allerdings wird an den örtlichen Schulen heutzutage in mongolisch unterrichtet. Ihre Religion ist der tibetische Buddhismus, doch ist der Schamanismus immer noch weit verbreitet. Sie feiern ihre eigenen traditionellen Feste, das mongolische Aobao-Fest, Zoulu, das Fest zu Beginn des Winters, und das chinesische Frühlingsfest und Laternenfest.
Die Tuwa-Sprache kennt keine eigene Schrift. Deshalb gibt es auch keine historischen Aufzeichnungen, und man weiß wenig über sie. Sie selbst glauben, daß sie Nachkommen jener Männer sind, die während Dschingis Khans Zug nach Westen zurückblieben. Und in jedem Haus findet man ein Bild des großen Heerführers und Eroberers. Auch heute noch ähneln die Tuwaer äußerlich den Mongolen, und ihre Kleidung, ihr Gerät und ihre Gewohnheiten muten eher mongolisch an. Auch in religiöser Hinsicht sind sie ähnlich: beide folgen dem Lamaismus und der gleichen Art des Schamanismus.
Ihre Häuser sind ungewöhnlich. Sie sind aus Holz, und alle sind in der gleichen Farbe angestrichen. Und da sie regelmäßig angeordnet sind, sehen sie sehr ordentlich aus. Jedes Haus ist von einem Flechtzaun umgeben. Sie gleichen ein wenig den Dörfern im Norden Europas. Hinter dem Dorf türmt sich das Youyi Gebirge (Freundschafts-Gebirge) an der Grenze zwischen China und Rußland mit seinen Schnee gipfeln auf. Bei Tagesanbruch erwacht das Dorf zum Leben, und die Sonnenstrahlen tauchen die weißen Birkenstämme in goldenes Licht. Das Vieh weidet am Hang. Holzbrücken, wilde Bäche, helle Birken und die grasenden Herden - es ist eine idyllische Landschaft.
Der Kanasi-See mit seinem klaren Wasser und der malerischen Umgebung und das Dorf Tuwa mit seinem alten Brauchtum sind beliebte Tounstenziele. In Tuwa sagt man gern, bei ihnen dauere der Winter sieben Monate und der Sommer fünf. Deshalb, und weil das Dorf im Winter oft von der Welt abgeschnitten ist, sind die Tuwaer äußerst trinkfest. Jemand hat ausgerechnet, daß in dem Dorf während eines Winters 45 Tonnen Schnaps getrunken werden.



























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