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Tradition
Bruch mit einer alten Tradition.
In China sind Ansichten wie "früh Kinder haben" und "mehr Kinder, mehr Glück" eine alte Tradition gewesen mit so tiefgreifenden Auswirkungen wie nirgendwo in den westlichen Ländern. Noch in den 60er Jahren betrug die Kinderzahl je Frau im gebärfähigen Alter statistisch 5,68.
In einem wirtschaftlich und kulturell rückständigen Land mit einer überwiegenden Landbevölkerung zu fordern, dass ein Ehepaar nur ein Kind haben soll, bedurfte eines enormen Muts. Von der internationalen Öffentlichkeit wurde dies als eine "ungewöhnliche Entscheidung" bezeichnet und als "bedeutender Beschluss" , mit dem man das Bevölkerungsproblem lösen wolle.
Nach der 3. Plenartagung des XI. Zentralkomitees der KP Chinas wurde das Hauptgewicht auf den wirtschaftlichen Aufbau verlagert. Um sich so schnell wie möglich von der Armut zu befreien, legte die Regierung als Ziel der wirtschaftlichen Entwicklung fest, bis zum Jahr 2000 das Bruttosozialprodukt zu vervierfachen, nämlich von 710 Milliarden Yuan 1980 auf 2,8 Billionen Yuan im Jahr 2000 zu erhöhen. Bis dahin sollte das Pro-Kopf-Einkommen der StadtÂund Landbevölkerung mehrfach gesteigert werden, und das Leben des Volkes sollte einen bescheidenen Wohlstand erreicht haben.
Gleichzeitig sollte die Bevölkerungszahl 1,2 Milliarden nicht überschreiten. Um Letzteres zu erreichen, hätte die statistische Kinderzahl je Frau im gebärfähigen Alter zwischen 1980 und 2000 nur 1,75 betragen dürfen.
Die ganze Problematik wurde viel und heftig diskutiert. Manche meinten, dies würde die Intelligenz des Volkes negativ beeinträchtigen. Der Grund lag darin, dass nach einem Volksglauben das erste Kind einfältig, das zweite klug und das dritte sehr gescheit sei. Doch Experten hielten dagegen, dies sei ein Aberglaube.
Eine andere Frage war, wie lange diese Politik praktiziert werden sollte. Manche glaubten, man müsse sie fünf bis acht Jahre verfolgen, andere waren der Ansicht, dass es besser wäre, sie fünfzig bis achtzig Jahre in die Tat umzusetzen.
Propagiert wurde sie schließlich als eine spezielle Maßnahme, die für eine Generation, etwa für 25 bis 30 Jahre, gelten werde. Nach dieser Zeit sollte ein Ehepaar zwei Kinder haben dürfen. 1980 veröffentlichte das Zentralkomitee der KP Chinas ein Schreiben an die Parteimitglieder und Mitglieder des Kommunistischen Jugendverbandes über das Problem der Kontrolle des Bevölkerungswachstums und appellierte darin, für den Aufbau des Landes, das Wohl der Kinder und die Zukunft der Nation engagiert die Familienplanung durchzuführen. Es wurde dazu aufgefordert, dass die führenden Persönlichkeiten, die Zentralregierung sowie die Regionalregierungen, mit großer Kraft die Familienplanung in die Tat umsetzen. So entstand in Bezug auf die Verbreitung von Kenntnissen über das Bevölkerungswachstum, die Dienstleistungen für die Familienplanung und die Forschung über die Bevölkerungskunde eine völlig neue Situation.
Wie bereits erwähnt, lag die Geburtenrate der Frauen Chinas Ende der 70er Jahre noch immer bei 2,1. Dennoch war die chinesische Regierung von Anfang an entschieden gegen Zwangsmaßnahmen und propagierte in erster Linie die Aufklärung.
























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