Tiananmen-Platz
Der Tiananmen-Platz ist der heute wohl größte Platz der Erde wurde 1651 in wesentlich kleineren Ausmaßen angelegt.
Der Tiananmen-Platz (chinesisch: 天安门广场)ist der Platz vor dem Tiananmen und misst 500 x 880 m, hat also eine Fläche von 50 ha. An einem Mast in der Mitte des Platzes flattert die rote Staatsflagge mit den fünfzackigen Sternen.
Der Tiananmen-Platz ist von imposanten Gebäuden umgeben, und zwar sind dies: das Gebäude des Nationalen Volkskongresses, das Museum der Chinesischen Revolution und das Museum für Chinesische Geschichte. Auf dem Platz befinden sich die Gedenkhalle des Vorsitzenden Mao Zedong und das Denkmal der Helden des Volkes.
Der Platz, auf dem sich eine Million Menschen versammeln können, ist eingerahmt vom Tian An Men (chinesisch: 天安门 - Tor des Himmlischen Friedens) im Norden, der Volkskongreßhalle (Renmin Dahuitang) im Westen, dem Qian Men (auch Zheng Yang Men) bzw. der ihm seit 1977 vorgelagerten Mao Zedong-Gedenkhalle (Mao Zhuxi Jiniantang) im Süden und den Museen der Chinesischen Geschichte und der Chinesischen Revolution (Zhongguo Lishi Bowuguan und Zhongguo GeÂming Bowuguan) im Osten. In der Mitte erhebt sich seit 1958 das Denkmal der Volkshelden.
Die Große Halle des Volkes
Das Gebäude des Nationalen Volkskongresses (chinesisch: äººæ°‘å¤§ä¼šå ‚) westlich des Tiananmen-Platzes, auch Große Halle des Volkes genannt, ist eine Stätte für die Versammlung des Nationalen Volkskongresses und andere politische Tätigkeiten des Staates und des Volkes. In der 76 x 60 großen Haupthalle finden mehr als zehntausend Menschen Platz.
Im Nordflügel des Gebäudes liegt die 7000 qm große Banketthalle mit 5000 Plätzen. Ihre Säulen sind mit Gold überzogen.
Der Sitz des Ständigen Ausschusses des Nationalen Volkskongresses befindet sich im Südflügel, der von Grünanlagen umsäumt ist. Hier befinden sich auch Büros und Empfangsräume. Das Gebäude des Nationalen Volkskongresses umfasst außerdem 30 Hallen, die jeweils nach einer der 30 Provinzen, regierungsunmittelbaren Städte und autonomen Gebiete Chinas benannt sind. Das Mobilar und die Ausschmückung der Hallen richten sich nach dem jeweiligen Lokalkolorit.
Hier werden Staatsgäste und ausländische Gäste empfangen, finden große Bankette, Empfänge und Gedenkfeiern statt.
Das Gebäude hat eine Gesamtfläche von 171800 qm. Seine Nutzfläche ist größer als die des Kaiserpalastes zur Zeit der Ming- und der Qing-Dynastie.
Das Denkmal der Helden des Volkes
Gegenüber dem Tiananmen steht das Denkmal der Helden des Volkes (chinesisch: 人民英雄纪念碑). Er symbolisiert den heroischen Kampf des chinesischen Volkes gegen die in- und ausländischen Feinde und ist ein beredtes Zeugnis dafür, wie das chinesische Volk der gefallenen Helden der Revolution gedenkt.
Am 30. September 1949 wurde auf der 1. Vollversammlung der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes der Beschluß gefasst, dieses Denkmal zu errichten. Am 1. August 1952 begannen die Arbeiten dazu, und im April 1958 wurden sie beendet. Am 1. Mai desselben Jahres wurde es eingeweiht. Die Stirnseite des 60 t schweren und 14,7 m hohen Obelisken zeigt zum Tiananmen. Auf ihr sind acht vergoldete Schriftzeichen in der Handschrift des Vorsitzenden Mao Zedong eingraviert: "Ewiger Ruhm den Helden des Volkes!"
Auf der Rückseite stehen Aussprüche des Vorsitzenden Mao Zedong in der Handschrift des Ministerpräsidenten Zhou Enlai:
" Ewiger Ruhm den Helden des Volkes, die in den letzten drei Jahren im Volksbefreiungskrieg und in der Volksrevolution ihr Leben geopfert haben!
Ewiger Ruhm den Helden des Volkes, die in den vergangenen dreißig Jahren im Volksbefreiungskrieg und in der Volksrevolution ihr Leben geopfert haben!
Ewiger Ruhm den Helden des Volkes, die seit 1840 in den zahlreichen Kämpfen gegen die in- und ausländischen Feinde, für die nationale Unabhängigkeit, für die Freiheit und das Wohl des Volkes ihr Leben geopfert haben!"
Das Denkmal ist insgesamt 37,4 m hoch, also 4,24 m höher als das Tiananmen. Es ist das höchste Denkmal in China und nimmt eine Fläche von etwa 3000 qm ein. Der Unterbau besteht aus zwei Plattformen. Die untere hat die Form einer Begonie. Von vier Seiten führen Stufen aus Granit zu den Plattformen hinauf. In der Mitte der oberen Plattform befindet sich ein zweistöckiger Sockel, auf dem der Obelisk ruht. Um den Obelisken herum führen zwei Reihen von Balustersäulen aus weißem Marmor. An der Ost- und Westseite ist der Obelisk oben mit Mustern von Fahnen, fünfzackigen Sternen und Girlanden aus Kiefern- und Zypressenzweigen geschmückt. Dies soll symbolisieren, dass der revolutionäre Geist der Märtyrer unsterblich ist. Der obere Teil des Sockels ist mit acht Blumenkranzornamenten, Päonien, Lotosblumen und Chrysanthemen, versehen, um den Edelmut, die Reinheit und die Standhaftigkeit der gefallenen Revolutionäre auszudrücken. Das rechteckige Dach auf dem Obelisken ist im tradionellen nationalen Stil gestaltet.
Der untere Teil des Sockels ist mit acht riesigen marmornen Basreliefs geschmückt, die von der Ostseite des Obelisken ausgehend nacheinander die wichtigsten Ereignisse aus der chinesischen Geschichte von 1840 an dokumentieren. Wir sehen hier: "Das Verbrennen des Opiums" (1840), "Der Aufstand in Jintian" (1851), "Der Aufstand von Wuchang" (1911), "Die Bewegung des 4. Mai" (1919), "Die Bewegung des 30. Mai" (1925), "Der Aufstand von Nanchang" (1927), "Der Partisanenkrieg gegen die japanischen Aggressoren" (1937-1945) und "Die siegreiche Überquerung des Yangtse" (1949). Zu beiden Seiten des letzten Reliefs "Die siegreiche Überquerung des Yangtse" befinden sich noch zwei weitere Reliefs: "Die Unterstützung der Front" und "Wir begrüßen die Volksbefreiungsarmee". Die Basreliefs sind alle 2 m hoch. 170 Menschenfiguren stellen die mehr als hundertjährige revolutionäre Geschichte Chinas dar. An ihnen arbeiteten Bildhauer und Steinmetze fünf Jahre lang.
Die Gedenkhalle des Vorsitzenden Mao - Mao Mausoleum
Die Gedenkhalle des Vorsitzenden Mao Zedong (chinesisch: 毛主å¸çºªå¿µå ‚), auch Mao Mausoleum genannt, steht zwischen dem Tiananmen und dem Zhengyangmen. Ihr Haupttor ist nach Norden gerichtet. Vor ihr befindet sich das Denkmal der Helden des Volkes. Östlich von ihr stehen das Museum der Chinesischen Revolution und das Museum für Chinesische Geschichte, westlich davon das Gebäude des Nationalen Volkskongresses. Die sterblichen Überreste des Vorsitzenden Mao sind hier aufgebahrt.
Am 24. November 1976 wurde die Grundsteinlegung dieser Halle gefeiert, und im August 1977 war sie bereits fertiggestellt.
Nun steht die Gedenkhalle majestätisch da: Auf einem langen weißen Marmorstück über dem Haupttor ist in goldenen Schriftzeichen in der Handschrift des Genossen Hua Guofeng zu lesen: "Gedenkhalle des Vorsitzenden Mao". Das Dach des Gebäudes ist mit Gold glasierten Ziegeln bedeckt. 44 achteckige Säulen aus Granit stützen dieses imposante Gebäude.
Vor dem Süd- und dem Nordtor stehen jeweils zwei Gruppen von Skulpturen. Die Skulpturen vor dem Südtor bestehen aus 62 Figuren von Arbeitern, Bauern, Kadern, Soldaten, Wissenschaftlern, Technikern und Kindern. Die Skulpturen an der Ostseite von dem Nordtor spiegeln die neudemokratische Revolution wider, und die Skulpturen auf der Westseite handeln von der sozialistischen Revolution und dem Aufbau des Sozialismus. Das Gebäude ist von Grünanlagen umgeben. Hier wachsen Bäume und Blumen verschiedener Art, z.B. Kiefern, Zypressen, Granatsapfelbäume aus Shaanxi, Mandarinenbäume aus Hunan, Azaleen aus Sichuan, Kamelien aus Yunnan. Hier stehen auch 13 Kiefern, die die Bevölkerung von Yan´an schickte, um daran zu erinnern, dass der Vorsitzende Mao nach dem von ihm geführten Langen Marsch der Roten Armee der Chinesischen Arbeiter und Bauern Nordshaanxi erreichte und dann 13 Jahre lang in Yan´an hart arbeitete.
Das Gebäude enthält drei große Hallen: die Nordhalle, die Südhalle und die Halle der Verehrung. Die Nordhalle dient als Versammlungshalle zum Gedenken des Vorsitzenden Mao. In der Mitte der Halle befindet sich eine 3 m hohe, sitzende Figur des Vorsitzenden Mao aus weißem Marmor. Hinter der Figur hängt eine 7 m hohe und 24 m lange Landschafts-Samtstickerei.
Durch zwei Tore aus Nanmu-Hartholz (Phoebe nanmu) sind die Nordhalle und die Halle der Verehrung, die Haupthalle des Gebäudes, miteinander verbunden.
In den weißen Marmor an der Rückwand der Halle der Verehrung ist ein Inschrift eingraviert: "Ewiger Ruhm dem großen Führer und Lehrer Vorsitzenden Mao!" Von Blumen umgeben steht in der Mitte der Halle ein Kristallsarg mit den sterblichen Überresten des Vorsitzenden Mao.
Im Allerheiligsten des Mao-Mausoleum, liegt der Leichnam von Mao Zedong zwischen zwei Rabatten aus Plastikblumen in einem Glassarg, halb zugedeckt von der Landesflagge. Mehr als ein flüchtiger Blick auf die Mumie ist aus mehreren Metern Entfernung im Dämmerlicht nicht zu erhaschen. Ob hier wirklich der alte Mao oder auch mal jene Wachsfigur liegt, die man dem Bekenntnis von Maos Leibarzt zufolge sicherheitshalber angefertigt hat, bleibt ein Geheimnis. Von Anfang an gab es Probleme, den Unsterblichen vor der Verwesung zu bewahren. Das Mausoleum wurde 1976/ 77 innerhalb eines Jahres nach dem Tod des großen Vorsitzenden fertiggestellt.
An der marmornen Nordwand der südlichen Halle steht ein Gedicht von ihm. Es ist die Reproduktion einer Kalligraphie des Vorsitzenden Mao.
Zu beiden Seiten des Südtors der Gedenkhalle flattern 30 rote Fahnen. Sie symbolisieren die 30 Provinzen (einschließlich der Provinz Taiwan), regierungsunmittelbaren Städte und autonomen Gebiete Chinas.
Das Museum der Chinesischen Revolution und das Museum der Chinesischen Geschichte
An der Ostseite des Tiananmen-Platzes, gegenüber dem Gebäude des Nationalen Volkskongresses, steht ein 33 m hoher Gebäudekomplex mit hellgelben Wänden und goldenen und grünen Dachvorsprüngen. Im Südflügel dieses Komplexes befindet sich das Museum für Chinesische Geschichte und im Nordflügel das Museum der Chinesischen Revolution.
Das Museum der Chinesischen Revolution ist in zwei Stockwerken untergebracht, jedes Stockwerk hat eine Fläche von 4000 qm. Hier lagern Archivmaterialien und Gegenstände aus der Zeit der Revolution seit der Bewegung des 4. Mai, insbesondere seit der Gründung der Kommunistischen Partei Chinas.
In den Räumen des Museums findet eine permanente Ausstellung statt mit dem Titel "Die Geschichte der KP Chinas" mit dem Untertitel: "Die Geschichte der neudemokratischen Revolution". In Zukunft soll außerdem "Die Geschichte der sozialistischen Revoulution und des Aufbaus des Sozialismus" gezeigt werden. Die Geschichte der KP Chinas während der neudemokratischen Revoulution ist in fünf Teile gegliedert: "Die Gründung der KP Chinas" (1921), "Der Erste Revolutionäre Bürgerkrieg" (1927-1937), "Der Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression" (1937-1945), "Der Dritte Revolutionäre Bürgerkrieg" (1945-1949).
Mehr als 3300 Exponate stellen den heldenhaften Kampf des chinesischen Volkes unter der Führung der KP Chinas unter Beweis.
Der größte Teil der 9000 Exponate im 8000 qm großen Museum für Chinesische Geschichte bezieht sich auf die allgemeine Geschichte Chinas. Entsprechend der geschichtlichen Entwicklung der chinesischen Gesellschaft hat das Museum vier Abteilungen: Die Urgesellschaft (600000-2100 v. Chr.), die Sklavenhaltergesellschaft (2100-476 v. Chr.), die Feudalgesellschaft (475 v. Chr.-1840 n. Chr.) und die Periode der altdemokratischen Revolution der halbkolonialen und halbfeudalen Gesellschaft (1840-1919).
Ausgestellt sind: Fossilien und Exemplare des Yuanmou-Menschen aus Yunnan, des Lantian-Menschen aus Shaanxi und des Peking-Menschen, die vor einigen hunderttausend Jahren lebten; Funde aus der Sklavenhaltergesellschaft, z.B. Gegenstände aus Bronze, Jade, Knochen sowie Weinbehälter und Reste von Seidengeweben; Werkzeuge und Agrargeräte aus Eisen aus der Frühzeit der Feudalgesellschaft; Keramik und Porzellan aus der Tang- und der Song-Dynastie und andere Funde. Zu sehen sind auch Materialien über die vier wichtigen Erfindungen Chinas - das Schießpulver, den Buchdruck mit beweglichen Lettern, den Kompaß und das Papier - über die Errungenschaften auf ideologischem, kulturellem, wissenschaftlichem und technischen Gebiet, über die in der Geschichte bekannt gewordenen Politiker, Philosophen, Wissenschaftler, Schriftsteller und Künstler sowie über die Freundschaftsbeziehungen zwischen den Völkern Chinas und andere Länder der Welt. Zahlreiche historische Dokumente, Materialien, Gegenstände und Zeichnungen spiegeln die Bauernaufstände in der Feudalgesellschaft und die Widerstandskämpfe des chinesischen Volkes gegen die ausländischen Aggressionen zur Verteidigung des Vaterlandes wider.















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