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Das Dorf Tengtou in Fenghua
Es gibt keine Armut mehr in Tengtou.
Tengtou (chinesisch: 滕头) liegt im Norden der Stadt Fenghua (chinesisch: 奉化), in der Provinz Zhejiang (chinesisch: 浙江), sechs Kilometer vom Zentrum entfernt. Eine Aufzeichnung aus der Qing Dynastie besagt, daß damals 90% der Bewohner dieses Dorfes Fu hießen. Das Dorf liegt in einer weiten Ebene und hat eine gute Verkehrsanbindung. 1992 wurde das Dorf von der Umweltbehörde der UNO als eines der 500 besten Umweltschutzgebiete der Welt gelistet, und 1997 erhielt es von der chinesischen Regierung den Titel „Vorbildlich für den Umweltschutz in China".
Früher nannte man Tengtou ein Armutsdorf. Die Flüsse, die es umgibt, waren schmal, und die verstreut liegenden Äcker wurden jedes Jahr überflutet. 1949 hatte das Dorf mehr als 80 Haushalte, mit insgesamt 401 Bewohnern, die in der Hauptsache vom Reisanbau lebten. Von den ca. 66 Hektar Ackerland gehörten 60% einem stets abwesenden Gutsherrn, und nur 20 Hektar gehörtem dem Dorf.
In den 60er bis 70er Jahren des 20. Jahrhunderts begannen die Dorfbewohner die 1.200 verstreut liegenden, wenig ertragreichen Äcker mit Bewässerungsanlagen zu versehen, um sie vor dem jährlichen Hochwasser zu schützen. Sie legten die Äcker zusammen und teilten sie so auf, daß sie über 200 fruchtbare Felder erhielten.
In den 80er Jahren verfügte das Dorf Tengtou nur über eine einzige Fabrik, eine Kleiderfabrik mit 27 Angestellten. Heute gibt es dort über 37 Betriebe in vier Industriegebieten. Die Tengtou-Gesellschaftsgruppe gehört heute mit einem Jahresproduktionswert von einer Milliarde Yuan zu den besten Unternehmen in Gemeindebesitz von China.
Als allmählich der Wohlstand in das Dorf einzog, begann man Mitte der 90er Jahre damit, eine nachhaltige Entwicklung einzuführen. Heute gilt es als ökologisches Musterdorf.
Heute wohnen die Dorfbewohner in modernen Häusern, und die Pro-Kopf-Wohnfläche von früher 40 Quadratmeter, ist auf 80 Quadratmeter gestiegen. Alle Bewohner haben eine Kranken- und Rentenversicherung. Es gibt keine Armut mehr in diesem Dorf.
Auch bei der touristischen Erschließung ihres Dorfes und seines Umlands hat Tengtou auf Nachhaltigkeit geachtet. Und so können die fremden Besucher eine Reihe interessanter Plätze besuchen, z.B. den Park für südchinesische Bräuche, den Wald zum Gedenken an die Generäle, einen Landschaftspark, den Grünen Wandelgang u.v.m. Sie können die örtlichen Sitten und Gebräuche kennenlernen, wie z.B. Stierkampf, Hahnenkampf, Saurennen oder die lokalen Tänze und Lieder. Hier haben sich Wirtschaft, Umwelt und Kultur gemeinsam entwickelt, keines auf Kosten der anderen. Tengtou ist so ein Vorbild für moderne und Ökologische Dörfer in China.


























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