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Sprache
Chinesisch, die am häufigsten gesprochene Sprache weltweit.
Über 900 Millionen Menschen sprechen Hochchinesisch, auch als Mandarin bekannt. Weitere 300 Millionen sprechen chinesische Sprachen, die sich großteils über Dialekte von der hochchinesischen Sprache unterscheiden, aber dennoch der chinesischen Sprache zugeordnet werden. Die chinesische Sprache ist eine Mischung aus 235 aktiven Sprachen und über 2.000 Dialekten.
Geht es um die Schwierigkeit, die chinesische Sprache zu erlernen, gehen die Meinungen weit auseinander: Vereinfacht ausgedrückt lässt sich sagen, es gibt im Grunde keine Geschlechtsformen, Deklinationen, Konjugationen und nur eingeschränkt Zeitformen. Wer einmal den Satzbau verstanden hat, reiht lediglich die passenden Vokabeln aneinander, fertig.
Chinesisch ist in Deutschland noch immer eine exotische Sprache. Im Deutschen ist mit chinesischer Sprache meist die chinesische Hochsprache Putonghua gemeint, deren Aussprache auf einer standardisierten Form des Pekinger Dialektes Beijinghua beruht. Die Chinesischen Sprachen sind eine Untergruppe der sino-tibetischen Sprachfamilie und Träger der chinesischen Kultur.
Chinesisch in der einen oder anderen Variante wird heute von ca. 1,2 Milliarden Menschen gesprochen (d.h. also von einem Fünftel der Menschheit.), von denen die meisten in der Volksrepublik China leben. Es ist damit die meistgesprochene Muttersprache der Welt. Es wird von doppelt so vielen Menschen gesprochen wie Englisch, das auf dem zweiten Platz liegt.
Die sowohl in der Industrie als auch im internationalen Handel steigende Bedeutung der chinesischen Sprache spiegelt sich in der beständig wachsenden Zahl derer wider, die sie erlernen. Eine vom chinesischen Bildungsministerium beauftragte Untersuchung ergab, dass heutzutage etwa 30 Millionen Sprachschüler an Universitäten, Schulen oder in privaten Kursen Chinesisch lernen.
Chinesisch ist zugleich einer der ältesten Sprachen der Welt. Das gilt auch, wenn man berücksichtigt, dass Chinesisch sich in mehrere sehr unterschiedliche Dialekte aufgliedert. Seit 1949 wird ein einheitliches "Hochchinesisch" konsequent verbreitet, die so genannte Putonghua oder auch Mandarin. Diese offiziell gesprochene Sprache ist ursprünglich ein Dialekt aus Nordchina, dessen Aussprache auf dem Pekinger Dialekt beruht.
Offiziell setzt sich die chinesische Sprache aus über 2.000 Lokaldialekten zusammen. Einige der wichtigsten Dialektgruppen sind: Mandarin, Wu, Kantonesisch, Min, Xiang, Hakka und Gan. Die Sprecher der Dialekte dieser Gruppen können sich in der Regel nicht untereinander verständigen, was das Erlernen des Chinesischen zu einem äußerst schwierigen Unterfangen machen kann.
Im Chinesischen selbst ist eine Reihe unterschiedlicher Begriffe für die Chinesische Sprache gebräuchlich. Zhōngwén (中文) ist ein allgemeiner Begriff für die Chinesische Sprache, der in erster Linie für die geschriebene Sprache verwendet wird. Da die geschriebene Sprache mehr oder weniger unabhängig vom Dialekt ist, umfasst dieser Begriff auch die meisten chinesischen Dialekte. Hànyǔ (汉语) wird dagegen vorrangig für die gesprochene Sprache verwendet, etwa im Satz „Ich spreche Chinesisch“. Da das Wort 汉 hàn für die Han-Nationalität steht, umfasst der Begriff ursprünglich alle Dialekte, die von Han-Chinesen gesprochen werden. Umgangssprachlich bezeichnet Hànyǔ allerdings das Hochchinesische, für das es einen eigenen Fachbegriff, (chinesisch: 普通话), Pǔtōnghuà, gibt.
Um dialektisch bedingte Wortunterschiede zu beheben, wurde eine allgemein gültige phonetische Lautumschrift (Pinyin) entwickelt. Die Schriftzeichen lassen sich problemlos in Computersprache umsetzen, also digitalisieren. Aufgrund der zunehmenden wirtschaftlichen Bedeutung Chinas wird die Verständigung in dieser Sprache immer wichtiger. Chinesisch ist schon seit Jahrtausenden die wichtigste Verkehrssprache im ostasiatischen Raum. Heute ist es überdies eine der Amtssprachen der UNO und wird schon in naher Zukunft zu einer der wichtigsten internationalen Fremdsprachen avancieren.
Die chinesische Sprache ist die bedeutendste sinotibetische Sprache. Die chinesischen Wörter sind ursprünglich einsilbig und werden grammatisch nicht verändert, sie haben Worttöne, und die Beziehungen der Wörter im Satz werden durch die Wortstellung zum Ausdruck gebracht.
Drei Abschnitte der Sprachentwicklung sind zu unterscheiden:
* die vorklassische Sprache, u. a. durch Bronzeinschriften (seit Anfang des 1. Jahrtausends) bekannt
* die klassische Sprache, seit etwa 500 v. Chr., die sich als Sprache des klassischen Schrifttums bereits um 100 v. Chr. von der Umgangssprache weit entfernt hatte, aber auch in nachklassischer Zeit Schriftsprache blieb
* die Umgangssprache, die zuerst in der Lyrik des 6. und 7. Jahrhunderts begegnet und seit dem 13. Jahrhundert Roman und Drama beherrschte. Wie bereits angesprochen, hat die chinesische Sprache zahlreiche Dialekte.
Was jedoch oft vergessen wird, ist die Tatsache, dass die chinesische Sprache selbst wiederum 235 noch lebende Sprachen hat. Eine Sprache ist zwischenzeitlich komplett „ausgestorben“. Auch wenn mache dieser Sprachen zum teil nur von weniger als 100 Menschen gesprochen wird, so gehören diese dennoch zur chinesischen Sprache.
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