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Der Mauerabschnitt Simatai
Die Große Mauer bei Simatai wurde auf steilen Berghängen angelegt und wirkt deshalb äußerst imposant.
Der Mauerabschnitt Simatai (chinesisch: 司马台) liegt bei dem Dorf Dongxianghe im Kreis Miyun (chinesisch: 密云县) ungefähr 120 Kilometer von Peking entfernt. Hier war früher eine wichtige Verteidigungsanlage des Gubeikou Passes (chinesisch: 古北口). Dieser Mauerabschnitt ist heute noch relativ gut erhalten.
Wie der weiter nördlich gelegene Jinshanling-Mauerabschnitt, so wurde auch die Große Mauer bei Simatai während der Nördlichen Qi-Dynastie gebaut und während der Ming-Zeit renoviert bzw. teilweise neu aufgebaut. Die jetzige Simatai-Mauer wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts unter Leitung des berühmten Generals Qi Jiguang gebaut.
Plan der Grossen Mauer bei Simatai
Die Große Mauer von Simatai ist 5,4 km lang und weist 35 Signaltürme auf. In heikel erscheinender Lage auf dem Grat des Yan Shan erbaut, fällt der Abschnitt durch seine steilen Passagen auf. Er wird durch ein Tal, in dem sich ein Stausee befindet, in einen östlichen und einen westlichen Teil getrennt. Der westliche Teil erscheint sanft und 20 gut erhaltene Wachtürme säumen die Mauer. Der östliche Teil ist sehr viel steiler und folgt dem rauen Gelände an der Kante von Felswänden und über schroffe Gipfel. Die 15 Wachtürme dieses Abschnitts sind verhältnismäßig eng gesetzt und bieten eindrucksvolle Ausblicke.
Fotos und Bilder der Großen Mauer bei Simatai
Mehr über die Große Mauer bei Simatai
Hervorzuheben sind der „Pekingblick-Turm“ (Wangjinglou), der „Engelsturm“ (Xiannulou), die „Himmlische Leiter“ und die „Himmelsbrücke“, die aus Sicherheitsgründen jedoch nicht zugänglich sind. Die „Himmlische Leiter“ steigt einen bis zu 80° steilen Abhang hoch und ist der Zugang zu den Türmen Wangjinglou und Xiannulou, ihre engste Stelle ist an der Mauerkrone kaum einen halben Meter breit. Wangjinglou liegt auf einer Höhe von 986 m und ist der Gipfel des Simatai-Abschnitts.
Die Große Mauer bei Simatai wurde auf steilen Berghängen angelegt und wirkt deshalb äußerst imposant. Während die Mauerabschnitte in der Ebene normalerweise dicke Wände mit Zinnen haben, sind die Mauerwände hier nur 40 cm stark und mit Schießscharten versehen. An sehr abschüssigen Stellen, z.B. östlich des Jingwanglou-Turms, sind aufragende Felsen mit in die Mauer einbezogen.
Die Kampftürme der Großen Mauer bei Simatai sind besonders bemerkenswert. Einer befindet sich auf einem Berggipfel knapp 1000 m über dem Meeresspiegel. Von hier aus kann man bei klarem Wetter die Weiße Pagode im Beihai-Park erblicken und abends sogar die Lichter der Stadt Peking wahrnehmen. Daher nannte man diesen Turm Jingwanglou-Turm (Peking erblickender Turm). In der Nähe des Jingwanglou-Turms gibt es noch zwei andere Kampftürme. Einer ist sehr schlank und hoch aufragend. Er sieht wie eine Waschkeule aus und heißt daher Bangzhuilou (Waschkeulen-Turm). Der andere heißt Xiannülou (Feen-Turm). Nach einer Legende verwandelte sich einst eine Antilope in eine Fee und erschien häufig bei diesem Turm. Die drei Türme stehen auf einem abschüssigen Berghang, so dass es einiger Anstrengung bedarf, bis zu ihnen hochzusteigen.
Auf einem Abschnitt der Großen Mauer bei Simatai kann man Ziegeln mit Schriftzeichen sehen. Die Inschriften heißen "Hergestellt von der Wegebaugruppe bei Gubeikou", "Hergestellt von der Wegebaugruppe bei Qiangzi", "Hergestellt vom Truppenlager Zhenglu im fünften Jahr der Regierungsperiode Wanli", "Hergestellt in Zuoying der Provinz Shandong im sechsten Jahr der Regierungsperiode Wanli" usw. Dies beweist, dass die Baumaterialien für die Große Mauer von Soldaten und von der Bevölkerung innerhalb und außerhalb der Mauer geliefert wurden.
Am Fuß der Großen Mauer bei Simatai gibt es einen gleichnamigen Stausee mit einem Volumen von 50000 Kubikmetern. Die Große Mauer schlängelt sich von Osten und Westen hierher und bietet einen herrlichen Anblick wie zwei am Wasser spielende Drachen.
Der Stausee wird von zwei Quellen gespeist, von denen die westliche eine Thermalquelle ist. Ihre Wassertemperatur liegt bei 38 ° C. Die östliche Quelle ist dagegen eiskalt. Wegen der Thermalquelle steigt aus dem Stausee im Winter Dampf auf.
Da sich die Simatai-Mauer auf dem Berg und am Wasser befindet, nennt man sie auch "Bergwasser-Mauer".
Ein Lift mit offenen Gondeln ermöglicht den Aufstieg bis zu einem Teil der Gesamthöhe. Eine beliebte Wanderung ist der Weg von Jinshanling (chinesisch: 金山岭) nach Simatai (chinesisch: 司马台) auf der Mauer.


























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