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Neujahrsaktivitäten
In der Mitternachtsstunde, um 12 Uhr, begrüßt man das neue Jahr.
Yuandan (chinesisch: 元旦), Yuandan ist der erste Morgen des neuen Jahres, ist die Zeit, in der man Feuerwerk abbrennt und Weihrauch opfert, um die Götter günstig zu stimmen und den Ahnen die Ehre zu erweisen, wie manche glauben.
Am Neujahrstag ziehen alle sich, Alt und Jung, neue Kleidung an und gehen Verwandte und die engsten Freunde besuchen, um ihnen ein gutes Neues Jahr zu wünschen. Dabei muss man die Hände zusammenlegen, sich verneigen und gute Wünsche aussprechen: „Ich wünsche Ihnen Glück! Möge im neuen Jahr alles gelingen!", „Viel Glück, langes Leben!", „Sei ihr Glück so groß wie das Meer im Osten, sei ihr Leben so beständig wie die Berge im Süden!"... Jüngere oder Kinder, die Älteren gratulieren, bekommen von diesen in rotes Papier eingewickeltes Silbergeld, Yasuiqian (chinesisch: 压岁钱) heißt dieses Geld. Von dem Geld, das sie von Eltern oder anderen bekommen haben, kaufen sich die Kinder Orangen, Mandarinen, Melonen, Süßigkeiten und Feuerwerkskörper; es gibt keine Einschränkungen wie an normalen Tagen, sie können sich vergnügen und spielen bis zur Erschöpfung. Keiner arbeitete an diesem Tag, man sitzt herum und plaudert, dabei darf man nur glückverheißende Reden führen, man isst und vergnügt sich den ganzen Tage lang.
Am zweiten Tag besucht man nach dem Frühstück weidäufigere Verwandte und Freunde und wünscht sich ein glückliches neues Jahr. Es war früher Brauch, Neujahrskuchen, Apfelsinen und Sesamgebäck als Geschenke mitzubringen. Der Hausherr empfing die Gäste und bot ihnen zunächst Tee und Zigaretten an. Nachdem man eine Weile geschwatzt hatte, verabschiedete man sich und ging zur nächsten Familie. Oder man nahm etwas zu Essen und zu Trinken mit und ging zum Ahnentempel, um dort gemeinsam zu essen und zu trinken, zu spielen und sich über alles Mögliche zu unterhalten; Tuannian wurde dies genannt, es bedeutet, dass alle Familienangehörigen sich trafen und sich alles Gute zum neuen Jahr wünschen konnten.
Songqiongri (chinesisch: 送穷日) hieß der dritte Tag, ein Tag, an dem man nicht ausging und das Haus kehrte. Man nahm die Abfälle — Altpapier, Essensreste u. a. — hinaus auf ein freies Feld, um sie dort zu verbrennen. Auch Räucherwerk, Kerzen und Knallfrösche musste man mitnehmen. Man muss Kotaus machen; eine Zeremonie wurde abgehalten, um die Armut und das Böse fernzuhalten sowie Reichtum und Glück zu begrüßen.
Am 4. Tag kehrten die verheirateten Frauen in ihr Elternhaus zurück und brachten Geschenke mit. Auch die Kinder, alle neu eingekleidet, waren dabei. Überall auf den Pfaden zwischen den Dörfern gingen kleine Gruppen von Frauen mit ihren Kindern. Dieser Tag galt für sie als der glücklichste im Jahr.
Nach einem alten Aberglauben sollen am 5. Tag alle Himmelsgötter zur Inspektion auf die Erde kommen, Shenxiatian (chinesisch: 盛夏天) heißt dieser Tag. Natürlich opferte man ihnen Vieh und Früchte und bezeugte seine Ehrerbietung, um so das Glück der Familie zu gewährleisten.
Es gab, vom Silvesterabend bis zum Yuanxiao-Fest (chinesisch: 元宵节) am 15. Tag des ersten Monats, eigentlich jeden Tag spezielle Aktivitäten, von denen hier nur die wichtigsten beschrieben wurden. Außerdem gab es in verschiedenen Gegenden noch spezielle lokale Bräuche.




























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