Nantang - die katholische Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis
Die Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis ist eine römisch-katholische Kirche in Peking
Vor dem ehemaligen Xuanwumen-Tor in der Innenstadt Pekings ragt ein gotisches Gebäude mit drei großen Kreuzen auf dem Frontgiebel empor, die Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis (chinesisch: 宣武门天主堂). Dies ist die älteste katholische Kathedrale in Peking (chinesisch: 北京), die auch Nantang (chinesisch: 南堂), Südliche Kathedrale, genannt wird.
In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, d.h. Ende der Ming-Dynastie und Anfang der Qing-Dynastie, fand erstmalig der Katholizismus in Peking Verbreitung. Der erste bekannte ausländische Missionar war Matteo Ricci, ein Italiener. Der Ort, wo er wohnte, wurde später der Standort der Kathedrale. 1650 ließ der deutsche Missionar Johann Adam Schall von Bell, der während der Qing-Zeit Direktor des Amtes für Astronomie und Kalender war, diese Kirche, Priesterwohnräume, eine Sternwarte, eine Bücherei, einen Geräte- und Instrumentenraum und anderes bauen. In der Folgezeit wurde die Kirche mehrmals infolge von Erdbeben, Brand und Kriegswirren zerstört, aber jedes Mal wiederaufgebaut. In ihrem jetzigen Zustand stammt sie aus dem Jahre 1904. Als einziges 300 Jahre altes Relikt ist heute nur noch eine Steintafel mit fast unlesbaren Inschriften erhalten.
Die Katholiken der Pekinger Diözese können jeden Sonntag zur Messe in die Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis gehen. Vermählungsfeiern, Totenmessen und Taufen können ebenfalls hier abgehalten werden. Zu Ostern und Weihnachten kommen über 1000 Gläubige hierher zur Messe.










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