Der Mauerabschnitt Mutianyu
Von der einstigen Festung Mutianyu, stehen noch drei Wachtürme, die durch die Große Mauer miteinander verbunden sind.
Der Mauerabschnitt in Mutianyu (chinesisch: 慕田峪) befindet sich im Nordwesten des Kreises Huairou (chinesisch: 怀柔区) etwa 70 Kilometer von Peking (chinesisch: 北京) entfernt. Weiter im Osten liegt der Gubeikou-Paß (chinesisch: 古北口) und im Westen die Festung Juyongguan (chinesisch: 居庸关). Früher war dieser Mauerabschnitt ein strategisch wichtiger Stützpunkt zur Verteidigung von Peking.
Bereits zur Zeit der Nördlichen Qi-Dynastie vor 1400 Jahren wurden hier Mauerabschnitte gebaut, doch der heute zu sehende Mauerabschnitt in Mutianyu wurde erst im 16. Jahrhundert von Soldaten und Bürgern unter der Führung des Generals Qi Jiguang errichtet.
Von der einstigen Festung Mutianyu (chinesisch: 慕田峪) stehen noch drei Wachtürme, die miteinander verbunden sind. Sie stammen aus der Regierungsperiode Yongle (1403-1424) der Ming-Dynastie. Die Wachtürme befinden sich im Tal, und zu beiden Seiten klettert die Mauer steile Berge hoch. Solche Festungsbauten wie in Mutianyu (chinesisch: 慕田峪) sind selten.
Auch die Chinesische Mauer (chinesisch: 万里长城) selbst weist im Vergleich zu anderen Mauerabschnitten Besonderheiten auf. Sie ist beiderseits mit Zinnen und Schießscharten versehen, so dass man Feinde innerhalb und außerhalb der Mauer angreifen konnte. Um zu verhindern, dass Feinde bis zum Fuß der Mauer vordrangen, wurden auf den Bergrücken außerhalb der Mauer noch mehrere kürzere Mauern gebaut, die einige Dutzend oder einige Hundert Meter lang sind.
Die große Mauer in Mutianyu überwindet steile Abhänge bis zu einem Gipfel ca. 1000 m über dem Meeresspiegel. Wegen der großen Steigung wurde die Mauer stufenweise auf herausragende Felsen gebaut. Diesen Mauerabschnitt zu besteigen kostet also einige Anstrengung.
Die Gegend um Mutianyu (chinesisch: 慕田峪) ist reich an vielfältiger Vegetation. Im Frühling blühen hier Pfirsich- und Birnbäume, im Sommer präsentiert sich die Landschaft in sattem Grün, im Herbst ist alles voller bunter Blätter, und im Winter ragen Kiefern und Zypressen aus dem Schnee. Mutianyu wird deshalb auch "Garten auf hohen Bergen" genannt.
Vor einigen Jahren wurde hier eine Seilbahn gebaut, so dass man jetzt zwischen dem Aufstieg zu Fuß und dem bequemen Sessellift wählen kann.











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