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Luodai
Luodai ist eine historische Hakka Gemeinde in der Provinz in Sichuan nur 20 km von Chengdu entfernt.
Die sich in einem östlichen Vorort von Chengdu (chinesisch: 成都), der Hauptstadt der Provinz Sichuan (chinesisch: 四川), befindende Gemeinde Luodai (chinesisch: 洛带) ist bekannt als der größte Ort der Hakka. Der Name Hakka bedeutet „Gastvolk“ (chinesisch: 客家人).
Die Hakka (chinesisch: 客家人) sind nach chinesischer Auffassung eine Untergruppe der Han-Chinesen (chinesisch: 汉族人), die einen eigenen Dialekt sprechen und bestimmte kulturelle Besonderheiten aufweisen. Sie stammen ursprünglich aus Nordchina und haben sich nach mehreren Migrationsbewegungen in Südchina angesiedelt.
Gegründet in der Han-Dynastie (chinesisch: 汉朝) erhielt die alte Gemeinde ihren Namen von einer Legende, die besagt, dass das Band des Kaisers Liu Chan des Königreiches Shu Han in einen nahe gelegenen achteckigen Schacht gefallen war.
Heute leben mehr als 20.000 Hakka (chinesisch: 客家人) in der Gemeinde, die 90 Prozent der Gesamtbevölkerung der Gemeinde ausmachen.
Die meisten Hakka (chinesisch: 客家人) sind Migranten, die von den mandschurischen Herrschern aus den Provinzen Guangdong (chinesisch: 广东), Jiangxi (chinesisch: 江西) und Hubei (chinesisch: 湖北) Anfang der Qing-Dynastie (1644-1911) in die Provinz Sichuan (chinesisch: 四川) vertrieben worden waren.
Die Hakka (chinesisch: 客家人) in Luodai (chinesisch: 洛带) bezeichnen ihre eigene Sprache als "Guangdong-Hakkanesich", das dem Standard-Hakkanesisch in Meizhou in der Provinz Guangdong (chinesisch: 广东) stark ähnelt.
Die Gemeinde hat historische Straßen und Gebäude gut erhalten, wodurch jedes Jahr inländische wie ausländische Touristen angelockt werden.
Die historische Gemeinde Luodai (chinesisch: 洛带) befindet sich nur rund 20 Kilometer vom Zentrum Chengdu (chinesisch: 成都) entfernt. Für 3 Yuan in einer Rikscha kann man zum hinteren Eingang der Hauptstraße, genannt Shangxia-Straße, fahren, die durch die Gemeinde führt. Die mit Stein gepflasterte Hauptstraße ist sauber, und auch der Abfluss an der Straße, der früher ein Abwassersystem gewesen zu sein scheint, durch den jedoch jetzt klares Wasser fließt, ist beeindruckend. Auf beiden Seiten der Hauptstraße befinden sich zweistöckige Gebäude mit grau gedeckten Dächern. Die Räume im ersten Zimmer werden für Restaurants, Teehäuser und Geschäfte genutzt.
Es gibt vier bekannte historische Gebäude sowie das Historische Museum der Hakka (chinesisch: 客家人) in Sichuan (chinesisch: 四川). Sie sind der Huguang- (Hubei-Guangdong) Palast, der Jiangxi-Palast, der Guangdong-Palast und der Chuanbei- (Nord-Sichuan) Palast.
Im unteren Teil der Shangxia-Straße befindet sich, ca. fünf Minuten zu Fuß vom Haupttor entfernt, der Huguang-Palast. Der Palast ist eigentlich eine Mischung aus einem Hof und einer Theaterbühne, Hallen und Häusern. Er wurde von den Hakka (chinesisch: 客家人) aus den Provinzen Hubei (chinesisch: 湖北) und Guangdong (chinesisch: 广东) im Jahre 1743 zur Huldigung des legendären Dayu errichtet und wurde daher Dayu-Palast benannt.
Mit einer Fülle von Artefakten und Dokumenten gibt das Historische Museum der Hakka (chinesisch: 客家人) in Sichuan (chinesisch: 四川) viele Informationen über die Geschichte, Kultur, Sprache und Bräuche der Hakka (chinesisch: 客家人) in Sichuan (chinesisch: 四川) und in China.
Der Jiangxi-Palast wurde im Jahre 1735 von den Hakka (chinesisch: 客家人) aus der Provinz Jiangxi im Zentrum der Shangxia-Straße zur Huldigung von Xu Zhenjun, einem Gott der südlichen Provinz Jiangxi, errichtet. Er wurde auch "Wanshou-Palast" (Palast der Langlebigkeit) genannt.
Mit einer Fläche von mehr als 3330 Quadratmetern am oberen Ende der Shangxia-Straße ist der Guangdong-Palast einer der größten und best erhaltenen seiner Art in China.
Er wurde im Jahr 1746 von den Hakka (chinesisch: 客家人) der Provinz Guangdong zur Huldigung von Huineng errichtet, dem Gründer des Zen-Buddhismus, und wurde auch "Nanhua-Palast" (Südchinesischer Palast) genannt.
In der Mittelhalle hing ein Vers. Er lautete. "Der Geschmack von Sichuan (chinesisch: 四川) lässt sich an Tabakblättern schmecken, und der Klang der Ebenen an der Hakka (chinesisch: 客家人)-Sprache hören."
Der Vers gibt den starken Geist der Hakka (chinesisch: 客家人) in der Provinz Sichuan (chinesisch: 四川) wieder, die versuchten, sich an die Lebensbedingungen in Sichuan (chinesisch: 四川) anzupassen und gleichzeitig ihre eigene Sprache und Kultur, die von Generation zu Generation weitergegeben wurde, zu bewahren.
Von dem Palast aus geht man zum vorderen Haupttor und schlendert durch die Hauptstraße zum Hakka (chinesisch: 客家人)-Park in der Fengyi-Gasse. Der im Jahr 1928 errichtete Park war der erste Park auf Gemeindeebene in der Provinz Sichuan (chinesisch: 四川).
Faszinierenderweise hatte der Park bei seiner Eröffnung nicht nur ein Teehaus für Männer, sondern auch eines eigens für Frauen. Das Teehaus für Frauen spiegelt wider, dass Hakka (chinesisch: 客家人)-Frauen selbst in den frühen Jahren des letzten Jahrhunderts den gleichen sozialen Status wie Männer hatten. Hakka-Frauen werden charakterisiert durch ihre starke Persönlichkeit und dadurch, dass sie den größten Teil der harten Arbeit in der Familie übernehmen.
Heute ist der Park der Lieblingsort für Touristen und die älteren Gemeindemitglieder, um eine Tasse Tee zu trinken oder Karten und Mahjong zu spielen.


























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