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Der Wald im Changbai-Gebirge
Überall auf den Bergrücken und in den tiefen Tälern des Changbai-Gebirges wachsen die Koreakiefern himmelwärts.
Das Changbai-Gebirge (chinesisch: 长白山地) befindet sich in Nordostchina. Der Hauptteil des Changbai-Gebirge befindet sich im Südosten von Jilin (chinesisch: 吉林). Am Westhang des Gebirges erstrecken sich dichte Urwälder - Mischwälder von Nadel- und Laubbäumen. Im grenzenlosen Waldmeer nimmt die Koreakiefer (chinesisch: 红松) des Nadelwaldes eine dominierende Stellung ein, andere Baumarten kommen an zweiter Stelle.
Überall auf den Bergrücken und in den tiefen Tälern des Changbai-Gebirges wachsen die Koreakiefern himmelwärts. Überall in den Wäldern breitet sich hier ein angenehmer Duft aus, der den Kiefern entströmt. Die Sonne durchdringt das Blätterdach, bestrahlt und ernährt die Büsche unter Bäumen. Der Waldboden, die Steine und die bloßen Wurzeln sind von einer dicken Moosschicht bedeckt. Die Walderde ist eine einzige Schwarzerde Nordostchinas. Diese Erde ist reich an Nährstoffen und deshalb ziemlich fruchtbar. Unter den unzähligen Koreakiefern des Changbai-Gebirges ist der mehr als 480 Jahre alte "König der Kiefern" am berühmtesten. Diese Kiefer ist über 35 Meter hoch. Fassen sie einander an den Händen, können drei Menschen ihren Stamm umfassen. Der Vulkan im Changbai-Gebirge bracht in den letzten 300 Jahren dreimal aus, trotzdem hat der "König der Kiefern" bis heute überlebt, obwohl er nicht weit vom Krater des Vulkans steht. Das kann als Wunder angesehen werden.
Das Wurzelsystem der Koreakiefer ist sehr entwickelt. Es kann viel Wasser speichern, was das Wachstum der Bäume fördert. Die Koreakiefer hat eine Eigenart: Ein junger Baum bevorzugt eine schattige und feuchte Umgebung, ein ausgewachsener jedoch eine sonnige Umgebung. In den Urwädern hier sind die Koreakiefern die mit Abstand höchsten Bäume, sie bilden die oberste Schicht des Urwaldes.
Neben der Koreakiefer wachsen hier noch die Picea asperata (eine Fichtenart), die Betula platyphylla (eine Birkenart), Linden und andere Baumarten. Die artenreiche Pflanzenwelt verlernt der Urwaldlandschaft ein eigenes Gepräge: In Nordostchina kommt der Frühling später als in anderen Gebieten des Landes. Im Frühjahr beginnen die kahlen Zweige der Laubbäume erst zu sprießen, während die Koreakiefern schon neue, hellgrüne Nadeln ausgetrieben haben. Im Sommer wetteifern im üppigen dunkelgrünen Waldmeer verschiedene Baumarten miteinander beim Wachsen, während die Koreakiefern gerade blühen. Ursprünglich ist Ende Juni die Blütezeit der Koreakiefer. Da ist das ganze Waldrneer in gelblichem, dicken Nebel eingehüllt. Dies ist der Blutenstaub der Koreakiefer. Für den Urwald im Changbai-Gebirge ist der Herbst die schönste Jahreszeit, dann präsentiert sich der ganze Koreakiefer-Nadelwald noch als eine Sommerlandschaft in endlosem Smaragdgrün, während sich die Blätterfarbe anderer Bäume längst zu Goldgelb, Tiefrot, Schwarzgrün und Silberweiß gewandelt hat. Im Winter schneit es in dicken Flocken. Das ganze Waldmeer verwandelt sich in ein "Reich aus Eis und Schnee".

























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