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Kontrolle
Kontrolle des Bevölkerungsbestandes unter den Bedingungen der Marktwirtschaft.
In den 70er Jahren, als noch die Planwirtschaft praktiziert wurde, hat China damit begonnen, mit großer Kraft die Zunahme der Bevölkerung zu kontrollieren und intensiv die Familienplanung durchzuführen. 1978 begann China von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft überzugehen. Diese Umwandlung des Wirtschaftssystems betraf alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. Auch auf die Politik der Familienplanung hatte sie einen nachhaltigen Einfluss. Neue Probleme sind entstanden:
Erstens wurde der Wunsch, mehr Kinder zu haben, stimuliert. Chinas Wirtschaftsreform entfaltete sich mit dem vertragsgebundenen Verantwortlichkeitssystem auf der Basis der Haushalte als Hauptform zuerst auf dem Land. Damit wurde das eigenverantwortliche Wirtschaften, das zwanzig Jahre lang nicht möglich war, wieder hergestellt, und dies verstärkte innerhalb der bäuerlichen Bevölkerung wieder den Wunsch nach mehr Kindern. Auch die Einzelwirtschaft, Privatwirtschaft und die durch Auslandskapital finanzierte Wirtschaft hatte im Zuge der wirtschaftlichen Reform in den Städten denselben Effekt.
Zweitens wurde die Kontrolle der Bevölkerungsentwicklung schwieriger. Mit der Reform und Öffnung sowie der Belebung der Wirtschaft nahm der fluktuierende Teil der Bevölkerung drastisch zu mit der Folge, dass die Abteilungen für die Familienplanung über diese Bevölkerungsgruppe nur noch wenig Informationen erhielten.
Auf diese Situation reagierten verschiedene Gebiete auf unterschiedliche Weise.
In Jilin und Sichuan z.B. bündelt man die Unterstützung der Bauern bei der Entwicklung der Produktion mit der Familienplanung. In der Provinz Liaoning zeichnet man Haushalte aus, indem ihnen hinsichtlich der Gewährung von Krediten und technischen Dienstleistungen Priorität eingeräumt wird. Die Provinz Zhejiang verfolgt einen Plan, der darauf abzielt, Musterfamilien aufzubauen und über die Entwicklung der familiären Wirtschaft die Qualität der Bevölkerung zu steigern.
Diese Erfahrungen haben eins gemeinsam, nämlich die Familienplanung mit den Interessen der Menschen zu verbinden und dadurch die Familienplanung zu fördern. Dies entspricht dem Prinzip der Marktwirtschaft, fördert die Entwicklung der Wirtschaft und schafft wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedingungen, die die Kontrolle der Bevölkerungszahl begünstigen.
Wenn sich diese Bedingungen dermaßen entwickelt haben, dass der Kostenanstieg für die Aufziehung von Kindern die Effizienz, die Kinder eventuell bringen, ausgleicht, wird sich die Einstellung verbreiten, dass es mehr auf die Qualität statt auf die Quantität des Nachwuchses ankommt. So wirkt sich die Marktwirtschaft schließlich günstig auf die Kontrolle der Bevölkerungszahl aus. In manchen wirtschaftlich und kulturell entwickelten Großstädten und einigen ländlichen Gebieten im Osten Chinas ist dies bereits eingetreten.
























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