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Kashgar
Wer Kashgar nicht erreicht, erreicht nicht Xinjiang.
Die Stadt Kashgar (chinesisch: 喀什) liegt an der westlichsten Grenze Chinas und gilt als Treffpunkt der südlichen, nördlichen und mittleren Wege der antiken Seidenstraße. Bereits im 2. Jahrhundert vor Christus gehörte Kashgar zu den 36 Staaten in der westlichen Regionen. In der Tang-Dynastie war es zu den berühmten 4 Kreisen von An'xi aufgestiegen. Wegen der schönen Natur, der ruhigen idylischen Landschaften und der geheimnisvollen nationalen Kultur ist die kleine Stadt sehr attraktiv. Die Hauptrolle der in China allbekannten Volkssage, der Weise Effendi soll auch hier geboren werden.
"Wer Kashgar nicht erreicht, erreicht nicht Xinjiang"— Mit diesem Satz lässt sich die Wichtigkeit einer Reise in Kashgar erkennen. Die kreisfreie Stadt Kashgar, Hauptstadt des Regierungsbezirks Kaxgar, gelegen im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang (chinesisch: 新疆) der Volksrepublik China, ist eine Oasen-Stadt und bildet einen wichtigen Knotenpunkt der Seidenstraße. Es zeigt, dass Kashgar absolut eine Reise wert ist. Die Region Kashgar grenzt an Tadschikstan, Afghanistan und Pakistan und ist mit Kirgisistan und Indien benachbart. Die Grenzlinie beträgt 888 km. Hier stehen die traditionelle chinesische Kultur und die regionalen Volkstüme im harmonischen Einklang, und die schönen Naturlandschaften und die Exotik sind faszinierend. Auf der Straße in Kashgar sind oft europäische Touristen in Gruppen zu treffen, und der Flughafen dort hat täglich 6 internationale Flüge. Für viele Touristen aus dem chinesischen Binnenland sieht Kashgar wie eine exotische kleine Stadt aus. Doch die sympathischen, lächelnden Gesichte der Uiguren sind vom chinesischen Charakter.
Die überall zu spürende Exotik macht Kashgar attraktiv. Als eine wichtige Drehscheibe auf der antiken Seidenstraße wurde Kashgar dank seiner regionalen Vorteile der erste international geöffnete Mark in Westchina. Seit der Han-Dynastie marschierten Freundschaftsbotschafter und Kamelkarawanen durch die Sand- und Gobi-Wüsten (chinesisch: 戈壁) und über die Berge, um die wertvollen Seiden und Porzellan aus China zu exportieren und die verschiedenen Kostbarbeiten aus dem Ausland nach China einzuführen. Wegen Handel blühte und gedieh der kleine Grenzkreis.
Heutzutage erlebt der Markt und Handel in Kashgar eine Blütezeit. Hier gibt es den größten Markt im Süden Xinjiangs, nämlich den Baza-Markt am Osttor. Auf dem Markt sind fein gemusterte uigurische Mützen, kunstvolle Yengisa-Messer, unterschiedlich geformte Kupferwaren und volkstümliche Tonwaren zu verkaufen. Alle Waren sind durch Volkstümlichkeit und Exotik geprägt.
Der gedeihende internationale Handel hat auch dem Austausch der chinesischen und westlichen Kultur Spielräume geboten. Die kulturelle Integration hat reiche historische Relikte im kleinen Kreis hinterlassen. Im Stadtzentrum liegt ein Gebäude islamischen Baustils. Das ist das Wahrzeichen der Stadt Kashgar, die berühmte Etigar-Moschee also. In der uigurischen Sprache bedeutet "Etigar" etwas soviel wie Fest und fröhlichen Platz. Die Etigar-Moschee wurde im Jahr 1442 gebaut, und es folgte umfangreicher Ausbau. So wurde sie der größte Moschee in China. Vom Süden nach Norden ist die Moschee 140 m lang, und vom Osten nach Westen 120 m breit. Sie gilt als Zentrum der religiösen Aktivitäen im ganzen Xinjiang. Zugleich werden hier das Corban-Fest und das Rozah-Fest der Moslemen gefeiert. Während der Gottesdienste oder Festtage versammeln sich zig Tausende von Islamiten in den Moscheen und auf den öffentlichen Plätzen. Um zu feiern singen und tanzen festlich gekleidete junge Menschen der uigurischen Nationalität leidenschaftlich die ganze Nacht durch, und es herrscht ein reges Treiben.
Ebenfalls eine Reise wert ist das Mausoleum der berühmten duftenden kaiserlichen Konkubine. Das mehr als 350 Jahre alte Mausoleum ist eine Grabstätte typischen islamischen Baustils und ist heute staatlich denkmalgeschützt worden. Begraben wurden hier eine Konkubine des Qing-Kaisers Qianlong und 5 Generationen ihrer Familie. Insgesamt sind es 72 Menschen. Überlieferungen nach sollte die Frau namens Yi Pear Khan starken Duft von Ölweide ausströmen. Daher bekam sie den Namen "duftende kaiserliche Konkubine".
Das Mausoleum hat ein oberes Teil, das wie ein umgekippter eiserner Topf aussieht) und ein viereckiges unteres Teil. Die Außenwände sind mit glasierten Farbziegeln verziert, und die Farben sind ganz unterschiedlich, wie zum Beispiel Hellblau, saftiges Grün und Goldgelb. Wirft man einen Blick aus der Ferne, gleicht das Gebäude einem farbigen, glänzenden und grandiosen Kaiserpalast. Dieses Gebäude präsentiert in vollem Maße die wunderbaren architektonischen Intelligenz der Nationalitäten in der Region und gehört zu den geheimnisvollen kulturellen Relikten in Kashgar.
Die schöne Stadt Kashgar (chinesisch: 喀什) ist auch eine Idylle zum Entspannen. Hier gibt es Obst in Hülle und Fülle und ist schon lange als "Heimat des Obsts" bekannt. In Kashgar werden ca. 500 Sorten von Trauben angebaut, die zum Teil zur Produktion von Rosine und Wein benutzt und zum Teil frisch auf den Markt geliefert werden. In Vorortbezirken von Kashgar gibt es großflächige Weingärten. Wenn die Trauben in der Sommerzeit reif sind, ist die ganze Stadt voller Duft. Am grünen Weinspalier hängen gläzende Trauben, die verschiedene Farben wie weiß, rot, purpurrot und goldgelb und unterschiedliche Formen haben und appetiterregend sind. Die gastfreundlichen Uiguren werden die Gäste großzügig zum Probieren der Trauben einladen. Auf der Straße in Kashgar sind oft Touristen zu sehen, die durch die Straße bummeln und gleichzeitig Trauben essen. Auf der Straße in Kashgar kann man den frischen Hauch des Lebens atmen: Uigurische Tanten, die salzige Pfannkuchen "Nang" backen, uigurische Männer, die Eisen schmieden, alte Menschen, die unter dem Sonne ruhig sitzen und Kinder, die miteinander spielen. Man führt hier ein komfortables und freies Leben. Ab und Zu sind auch uigurische Alte zu treffen, die mit Eselkarren vorbeifahren und die Tiere peitschen ...



























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