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Der Kaiser Yan
Chinas Ackerbau ist mit dem Namen des Kaisers Yan verbunden.
China ist ein auf die Landwirtschaft gegründeter Staat mit alter Zivilisation. Bereits vor achttausend Jahren gab es in den Einzugsgebieten des Gelben Flusses und des Yangtse eine Frühform des Ackerbaus. Lange Zeit hindurch war Chinas Anbautechnik weltweit führend und hat bedeutend zur Weltzivilisation beigetragen. Diese Stärke Chinas hielt an, bis die moderne Landwirtschaft entstand.
Chinas Ackerbau ist mit dem Namen des Kaisers Yan verbunden. Als legendärer Gründer der chinesischen Ackerbau-Kultur wird er ebenso wie der Gelbe Kaiser als Urahn der chinesischen Nation verehrt.
Kaiser Yan (chinesisch: 炎帝) ist eine Gestalt der altchinesischen Mythologie. Nach der Legende heiratete Shaodian, der Führer des Stammes Youxiong, ein Mädchen des Stammes Youjiao. Von ihr wurden der Kaiser Yan (chinesisch: 炎帝) und der Gelbe Kaiser geboren. Da der Kaiser Yan (chinesisch: 炎帝) am Fluss Jiang und der Gelbe Kaiser am Fluss Ji aufgewachsen waren, hieß Kaiser Yan (chinesisch: 炎帝) auch Jiang, während der Gelbe Kaiser den Namen Ji erhielt.
In der Chronik über die drei Kaiser heißt es, dass die Mutter des Kaisers Yan bei einem Ausflug in Huayang von einem 'Wunderdrachen empfangen habe und daraufhin ihn gebar. Dieser Mythos ist als ein Produkt der matriarchalischen Gesellschaft zu verstehen, in der man "nur die Mutter kannte, aber nichts vom Vater wusste". Die Naturvölker waren sich über Empfängnis und Geburt nicht im Klaren. Sie glaubten, die Geburt sei eine Folge dessen, dass ein übernatürliches Wesen in den Bauch einer Frau eindrang. Der Wunderdrache war das Totem der chinesischen Nation. So war der Kaiser Yan (chinesisch: 炎帝) der Nachkomme und die Verkörperung des Wunderdrachens und daher heilig.
In der Sage wurde der Kaiser Yan (chinesisch: 炎帝) mit dem Körper eines Menschen und dem Kopf eines Rindes geboren. Der Stamm des Kaisers hatte das Rind als Totem, daher ist es nicht Tertninderlich, dass er in der Vorstellung der Menschen einen Rinderkopf hatte.
Der Übergang der Urgesellschaft von der Fischerei- und Jagdwirtschaft zur Agrarwirtschaft war ein Sieg der Urahnen über die Xatur. Die Menschen waren nun nicht mehr ini das angewiesen, was die Natur ihnen bot, sondern lebten von der eigenen Arbeit. Die Welt der Zivilisation begann.
Für die Chinesen in der alten Zeit war der Kaiser Yan (chinesisch: 炎帝) eine große Persönlichkeit, die nur das Glück des Volkes im Sinn hatte. Selbstverständlich wurde er bei seinen Bestrebungen um die Entwicklung des Ackerbaus vom Himmel unterstützt. So heißt es: "Seinerzeit regnete es Körner, und Shennong (chinesisch: 神农), so lautet ein weiterer Name des legendären Kaisers, säte sie, das Wasser quoll aus vielen Quellen."
Der Kaiser erfand Produktionsmittel wie Hacke, Egge und Axt und brachte den Menschen das Pflügen bei. Er ließ Maulbeerbäume und Hanf anpflanzen und aus Seiden- und Hanffäden Stoff weben und Kleider anfertigen. Zu seinen Erfindungen gehörte auch die Herstellung von Tongefäßen und Saiteninstrumenten, was das materielle und kulturelle Leben bereicherte. Er probierte hundert Krauter aus, um jene mit Heilwirkung herauszufinden, und so begründete er die chinesische Heilkunde. Er rettete mit Heilkräu-tern viele Menschenleben und wurde als Gott der Medizin verehrt. Das erste chinesische medizinische Werk Shennongs Arzneikunde (chinesisch: 神农本草经) ist nach ihm benannt. Das Buch wurde in den ersten Jahren der Westlichen Han-Dynastie (206 v. u. Z.-24 u. Z.) geschrieben, der Autor ist unbekannt.
Der Stamm des Kaisers Yan und der Stamm des Gelben Kaisers kämpften - so geht die Sage - in der heutigen Provinz Hebei gemeinsam gegen den Stamm Jiuli aus dem Süden und nahmen dessen Häuptling Chiyou gefangen. Die Stämme der beiden Kaiser schlössen dann den Bund Yan und Huang mit dem Gelben Kaiser als Oberhaupt. Der Kaiser Yan (chinesisch: 炎帝) soll während einer Reise im Süden aufgrund langjähriger Überanstrengung gestorben sein. Nach einer anderen Quelle starb er an einer Vergiftung, nachdem er wieder einmal Krauter auf ihre Heilwirkung ausprobiert hatte. Er wurde im heutigen Kreis Lingxian, nicht weit von der Stadt Changsha, begraben. Im Jahr 967 ließ der erste Kaiser der Song-Dynastie (960-1127) im ganzen Land nach seinem Grab suchen und in der Nähe seiner Grabanlage einen Tempel bauen.
Im Dorf Yuquan, Provinz Shaanxi, der Sage nach der Geburtsort des Kaisers Yan, befindet sich am Fuß des Gebirges Qinling und südlich des Flusses Wei in einer schönen Landschaft der Tempel Shennong. Die Grabanlage des Kaisers Yan mit dem Tempel war ebenso wie die Grabanlage des Gelben Kaisers Jahrhunderte eine heilige Stätte der Chinesen. Und die Vergangenheit ist diesbezüglich noch lebendig: Jedes Jahr kommt eine große Zahl von Chinesen aus Übersee, um den beiden Kaisern zu huldigen.


























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