Jingshan Park
Der Jingshan Park mit dem bekannten Kohlenhügel liegt nördlich des Kaiserpalastes in Peking.
Betritt man den Jingshan Park (chinesisch: 景山公å›) durch das Südtor, sieht man sofort das Qiwanglou (Schloß des Prächtigen Rundblicks) am Fuß des Berges. In der Regierungsperiode Qianlong der Qing-Dynastie wurde hier eine kaiserliche Schule mit einer Gedenktafel für Konfuzius gegründet. Jetzt dient es als Ausstellungspavillon.
Das Hauptteil des Jingshan Park (chinesisch: 景山公å›) ist der mit Kiefern und Zypressen bestandene Jingshan (chinesisch: 景山), der auch Panorama-Berg oder Kohlenhügel genannt wird. Am Anfang der Yuan-Dynastie, als Dadu (Hauptstadt) erbaut wurde, stand hier nur ein kleiner Hügel, auf dem üppig Gras wuchs, weshalb er Qingshan (Grüner Hügel) genannt wurde.
Fotos vom Jingshan Park in Peking
Mehr über den Jingshan Park in Peking
Doch als am Anfang der Ming-Dynastie beim Bau der "Verbotenen Stadt" der Wallgraben ausgehoben wurde, wurde mit der Erde der Hügel aufgeschüttet; so entstand ein Berg mit fünf Gipfeln. Da am Fuß des Berges Kohle gelagert wurde, wurde er auch Meishan (Kohlenhügel) genannt. Während der Regierungsperiode Qianlong wurden fünf Pavillons auf den Gipfeln gebaut, und zwar der Guanmiaoting (Pavillon der Besichtigung der Schönen Landschaft), der Zhoushangting (Pavillon des Bewundernden Ausblicks), der Wanchunting (Pavillon des Ewigen Frühlings), der Fulanting (Pavillon der Mannigfaltigen Natur) und der Jifangting (Pavillon der Blumenpracht). Der Pavillon des Ewigen Frühlings war damals der höchste Punkt Pekings. In den fünf Pavillons stand je eine Buddhastatue aus Bronze. 1900 wurden vier davon von den alliierten Interventionstruppen der acht Mächte weggeschafft.
Am östlichen Berghang, unterhalb des Guanmiaoting, steht ein alter Akazienbaum. Einer Überlieferung zufolge soll sich der letzte Ming-Kaiser Chongzhen am 19. März 1644, als sich das aufständische Bauernheer unter Führung Li Zichengs Peking näherte, hier an diesem Baum erhängt haben.
Hinter dem Jingshan (chinesisch: 景山) befindet sich die Shouhuangdian (Halle des Bejahrten Kaisers), in der die Kaiser ihre Ahnen verehrten. Heute befindet sich in dieser Halle der Pekinger Kinderpalast. Die östlich der Shouhuangdian befindliche Guandedian (Halle der Tugend) aus der Ming-Dynastie diente damals als Ort für Bogenschießübungen. In der Qing-Dynastie wurden hier die Kaiser aufgebahrt, bevor sie beerdigt wurden.
Früher war der Jingshan ein "Verbotener Park", der zum Kaiserpalast gehörte. 1928 wurde er in einen öffentlichen Park umgewandelt. Nach 1949 ließ die Stadtregierung Peking die Gebäude im Park instand setzen und Blumen und Obstbäume anpflanzen. Der alte Park hat sein Antlitz völlig verändert.











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