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Innere Mongolei
Im Reich des Dschingis Khan.
Das Autonome Gebiet Innere Mongolei (內蒙古) liegt im Norden Chinas und erstreckt sich in Nordsüdrichtung vom 53°12' bis zum 37°24' Breitengrad über mehr als 1700 km und in Ostwestrichtung vom 97°12' bis zum 126°04' Längengrad über mehr als 2500 km.
Reiseziele und Higlights in der Inneren Mongolei
- Baotou
Baotou Baotou ist eine bezirksfreie Stadt in der Autonomen Region Innere Mongolei der Volksrepublik China. Die Stadt liegt am Huang He (Gelber Fluss). In der Nähe der Stadt kann man heute noch Reste ... - Badain Jaran
Badain Jaran Wüste Die Badain Jaran Wüste ist die drittgrößte Wüste in China und liegt in der Inneren Mongolei. Die Badain Jaran (chin. 巴丹吉林沙漠) im Westlichen Alxa Plateau (chin. 阿... - Nei Menggu Gaoyuan
Plateau der Inneren Mongolei Das Plateau der Inneren Mongolei befindet sich im Norden Chinas. Mit einer Fläche von etwa einer Mio. km2 und einer durchschnittlichen Höhe von über l 000 m. ü. M. bil... - Hulun Buir
Hulun Buir-Grassteppe Die Hulun Buir-Grassteppe befindet sich im Nordosten des Autonomen Gebietes Innere Mongolei. "Der Himmel ist weit und die Erde grenzenlos; man kann Rinder- und Schafherden nur se... - Guangzong Tempel
Guangzong Tempel Der Südtempel Guangzong des Helan-Berges in der Inneren Mongolei beherbergte einmal über 1500 Mönche. Der Südtempel des Helan-Berges, der zu tibetischen buddhistischen Tempeln geh... - Eribugai
Eribugai Die Eribugai-Schlucht ist zum Teil bis zu 100 Meter hoch und besitzt zahlreiche Felsenlöcher und Höhlen, die durch die Erosion von Wind und Wasser entstanden sind. Auf einer Fläche von üb... - Heicheng
Heicheng Die sagenumwobene "Schwarze Stadt" Heicheng in der Wüste Gobi in der Inneren Mongolei. Die Ruinen der "Schwarzen Stadt" Heicheng (chinesisch: 黑城) ist bisher die umfangreichste und am bes... - Heiliger Baum
Heiliger Baum Als heiliger Baum von Ejina wird die älteste, größte und gleichzeitig dickste Pappel von China bezeichnet. 70 Jahre nachdem der schwedische Forschungsreisende Sven Hedin das Gebiet Ej... - Guaishulin
Guaishulin Insbesondere bei Sonnenuntergang beflügeln die Wüste, die toten Bäume, der purpurrote Himmel und die goldenen Sonnenstahlen die Fantasie in den Bizarren Wäldern bei den Ruinen von Heich...
Informationen über die Provinz Innere Mongolei
Mit einer Grenzlänge von 4221km stößt das Gebiet im Osten an die Provinzen Heilongjiang, Jilin und Liaoning, im Süden und Südwesten an die Provinzen Hebei, Shanxi, Shaanxi und das Autonome Gebiet Ningxia, im Westen an die Provinz Gansu und im Norden und Nordosten an die Mongolei und an Russland. 1,18 Millionen qkm groß, macht das autonome Gebiet 12,3 % der gesamten Fläche Chinas aus und ist damit nach den Autonomen Gebieten Xinjiang und Tibet die drittgrößte Provinz des Landes, die mit 24 Millionen Einwohnern nur dünn besiedelt ist. Neben den Mongolen und natürlich den Han-Chinesen, die 80 % der Bevölkerung stellen, leben viele kleine ethnische Gruppen wie die Daur, Oroqen, Ewenki in dem Gebiet. Das Autonome Gebiet ist durch seine topographische Höhenlage gekennzeichnet. Es liegt größtenteils auf der innermongolischen Hochebene, welche mit 1000 Metern die zweithöchste Hochebene Chinas nach dem Qinghai-Tibet-Plateau ist. Außer dem Hochland reizen hier noch zahlreiche kleine Berge, Hügellandschaften, Ebenen, Wüsten, Flüsse und Seen.
Das Klima in der Inneren Mongolei ist sehr unterschiedlich: die Winter sind meist kalt und können sehr lange andauern, Schneestürme sind keine Seltenheit, während die Sommer meist kurz dafür aber warm sind. Im trockenen Westen befinden sich Wüstengebiete, während das Klima in Richtung Osten immer feuchter wird. Reisende sollten beachten, dass die Temperaturunterschiede in der Inneren Mongolei zwischen Tag und Nacht beträchtlich sind.
Die heutige Innere Mongolei war ursprünglich der Lebensraum von verschiedenden nomadischen Hirtenstämmen, unter anderem Tataren, Kitanen und Mongolen. Im 12. Jahrhundert vereinte Temujin, der spätere Dschingis Khan, die mongolischen Stämme der inner- und der aussermongolischen Hochebene, schuf ein mächtiges Reich und gründete die Yuan Dynastie (1279-1368). Seit der Ming-Zeit blieb die innere Mongolei in enger Beziehung zur sinozentrischen Macht. In der Qing-Dynastie wurde es in gewöhnliche chinesische Provinzen unterteilt. Unter Maos Herrschaft wurde die Innere Mongolei 1947 zu einem Autonomen Gebiet Chinas erklärt.
Die Innere Mongolei ist reich an Rohstoffen und Bodenschätzen, dementsprechend hat sich auch die Eisen- und Stahlindustrie gut entwickelt. Wie in den meisten Provinzen Chinas auch, hat sich die Wirtschaft seit der Öffnung des Landes rapide entwickelt. Der Inneren Mongolei kommt hier auch die Öffnung der Grenzen zu Rußland und der Mongolischen Republik zugute. Die Hälfte der Bevölkerung arbeitet auch heute noch in der Landwirtschaft, vor allem im Ackerbau und in der Viehzucht. Die riesigen Grassteppenflächen der Provinz sind ein wichtiges Viehzuchtzentrum Chinas, bekannt wegen seiner Sanhe-Rinder und -pferde sowie Feinwollschafe. Außer Weizen, Hafer, Hirse und vieles mehr werden in großem Maße Industriepflanzen angebaut, darunter Sojabohnen, Rizinus und Zuckerrüben. Der Holzvorrat im Großen Hinggan-Gebirge macht ein Sechstel des Vorrates des ganzen Landes aus.
Um von Deutschland aus in die Innere Mongolei zu fliegen, bieten sich Flüge über Shanghai oder Peking an. Direktflüge von Deutschland in die Innere Mongolei gibt es nicht, die Flughäfen in der Inneren Mongolei empfangen fast ausschließlich chinesische Inlandsflüge. Es ist möglich, mit dem Zug in die Innere Mongolei zu reisen. Alle größeren Städte der Inneren Mongolei sind an das inzwischen gut ausgebaute chinesische Eisenbahn-Netz angeschlossen. So ist es unter anderem möglich, mit der Trans-Mongolischen Eisenbahn von Peking aus über die Stadt Jining in der Inneren Mongolei weiter zu fahren bis nach Erenhot im Norden der Inneren Mongolei und nach Ulaanbaatar, der Hauptstadt des Nachbarlandes Mongolei. Der Zug fährt von dort weiter in Richtung Norden ins russische Sibirien. Eine Fahrt mit dem Auto ist zwar möglich, da es auch in der Inneren Mongolei inzwischen gut ausgebaute Fernstraßen gibt, jedoch nicht empfehlenswert, da es eine frühzeitige und aufwändige Planung erfordert, zudem müssen Ausländer einen chinesischen Führerschein erwerben.
Die Hauptstadt der Provinz ist Hohhot (chinesisch: 呼和浩特市) mit ca. 2,2 Millionen Einwohnern, weitere große Städte Baotou (chinesisch: 包头市), Chifeng (chinesisch: 赤峰市) und Hulun Buir (chinesisch: 呼伦贝尔市). Hohhot, das bereit 306 v.Chr. gegründet wurde, bedeutet im Mongolischen "Blaue Stadt" und ist heute die wichtigste Stadt der Inneren Mongolei. Neben einem modernen und gut ausgebauten Transportsystem, exzellenten Hotels und vielen kulturellen Sehenswürdigkeiten bietet Hohhot viele Einkaufsmöglichkeiten, da hier Spezialitäten aus allen Regionen der Inneren Mongolei angeboten werden: von Silberwaren, Teppichen, Kaschmir bis zu kulinarischen Highlights wie Lamm- und Schafgerichte, salzigen Milchtee oder Kamelpasteten.
Hohhot bietet sich auch als Ausgangspunkt für Ausflüge in die ausgedehnten landschaftlich wunderschönen Grassteppen an: von hier aus ist es nicht weit bis nach Xilamuren (ca. 100 km), Gegentala (ca. 140 km) oder Huitingxile (ca. 120 km).
Weitere Sehenswürdigkeiten der Inneren Mongolei sind u.a. das Wudangzhao Kloster in Baotou, das Dschingis Khan Mausoleum südlich von Baotou oder die Hulun Buir-Grassteppen. Auch die Wüsten im Westen der Provinz, wie die Badain Jaran Wüste, die Tengger Wüste oder Kubuqi Wüste, sind für Naturliebhaber auf jeden Fall einen Besuch wert. Die beste Reisezeit ist hier aber nur von Mitte August bis Ende September.


























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