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Schlucht am Gelben Fluss
Der Huang He oder auch Gelber Fluss gilt als Segen und Fluch Chinas.
Die Schluchten am Huang He (chinesisch: 黄河), zu deutsch Gelber Fluss, im Grenzgebiet der beiden chinesischen Provinzen Shanxi (chinesisch: 山西) und Shaanxi (chinesisch: 陕西) - Shanxi-Shaanxi-Schlucht (chinesisch: 黄河晋陕大峡谷).
Nach seinem Ursprung auf der Tibet-Qinghai-Hochebene windet sich der gelbe Fluss durch Gebirge, und nach einem großen Gefälle kommt er in das Pfirsichblütental bei Zhengzhou. Das Pfirsichblütental „Taohuayu“ ist eines der größten Tiefebenen Chinas und ein Startpunkt eines der größten Flussdeltas der Welt. Hier befinden sich auch die meisten Schluchten des Gelben Flusses. Hier liegen viel bekannte Schluchten zwischen den Regionen um Hekou (chinesisch: 河口) im Kreis Togtoh (chinesisch: 托克托县), Provinz Innere Mongolei, und Yumenkou und Taohuaya, Provinz Shanxi. Sie heißen Longyang, Jishi, Liujia, Qington und Sanmen-Schlucht. Der Abschnitt zwischen Hekou und Yumenkou ist die mit 725 Kilometern längste zusammenhängende Schlucht am Hauptstrom des Huanghe.Das Tal ist durchschnittlich 100 Meter tief und an den engsten Stellen, wie z.B. bei den Hukou-Wasserfällen, ist der Strom nur dreißig bis fünfzig Meter breit. Die Longmen-Schlucht ist am beeindruckensten, hier sieht man tosend gelbes Wasser, voll von dem Sand, den der Strom aus den Hochebenen mit sich führt.
Der Huang He (chinesisch: 黄河) gilt als Segen und Fluch Chinas. Als Segen, weil er Wasser in das dürregefährdete Gebiet der Nordchinesischen Ebene bringt, weil er Schwemmlöß mit sich führt, weil er die Küste jährlich weit über einen Kilo meter in das Meer hinein vorschiebt. Andererseits aufgrund der großen Veränderlichkeit seiner Wasserführung und demzufolge seiner Laufveränderung in der Nordchinesischen Ebene soll es seit 2.200 v. Chr. kein Jahrzehnt gegeben haben, in dem der Huang He nic ht über die Ufer trat.
Aus dieser Region stammen viele chinesisch Mythen, die Bekannteste ist vielleicht die von Gun und Yu.
Kaiser Tangyao und sein Volk hatten während dessen Regierungszeit mit einer verheerenden Sintflut zu kämpfen. Sie stieg so hoch, dass sie alles Land überschwemmte. Der Kaiser befragte die weisen Ratgeber seines Reiches und beauftragt zuerst Gun und dann Yu, um den Fluten Herr zu werden.
Yu und sein Vater (Gun) sind im Mythos zwei göttliche Gestalten, die durch ihre Taten als symbolische Verkleidungen des zunehmenden (Gun) und des abnehmenden Mondes (Yu) gekennzeichnet sind. Die Nacht wurde in dieser Zeit als tiefes Tal verstanden, in dem sich das Wasser des glitzernden Sternenmeeres sammelt. Mit dem Anbruch des Tages, der sich als Berg aus dem Nachtmeer erhebt, fließen die Wasser ab. Der Wechsel von Tag und Nacht bedeutet also ein rhythmisches Heben und Senken der Wassermassen wie Ebbe und Flut. Mit dem Einbruch der Nacht beziehungsweise mit dem Überhandnehmen der Nacht in der Winterzeit wurde die Welt immer wieder überschwemmt ("Die Wassermassen stiegen zum Himmel empor, unermesslich umwogten sie die Berge, überfluteten die Hügel. Das Volk hingegen versank in der finsteren Tiefe" - Shangshu, "Buch der Dokumente"). Die Bändigung der Wassermassen war notwendig, der Wechsel von Trockenheit und Überschwemmung (und mystisch zwischen Tag und Nacht) musste reguliert werden.
Zuerst wurde Gun mit der Aufgabe betraut, die Welt wieder in Ordnung zu bringen. Eine Schildkröte und ein Falke brachten Gun bei, wie man Dämme baut. Gun entwendete, um die Flut einzudämmen, dem Himmelskaiser den Mond (den "atmenden Stein", die "atmende Erde").
Doch je höher Gun die Dämme baute (das himmlische Vorbild des Dammes ist der durch fortgesetztes Zunehmen entstehende Vollmond), desto höher stieg auch die Flut. Der Himmelskaiser, auch über den Diebstahl des atmenden Steines erbost, zitierte Gun auf den "Flügelberg" (Federberg, yushan), wo er ihn hinrichten ließ.
Drei Jahre liegt seine Leiche auf dem Flügelberg ohne zu verwesen (allmonatlich bliebt der abnehmende Mond, "nachdem er in die Sonne gestorben ist", drei Tage verschwunden, um dann wieder zu erscheinen), dann wurde seine Leiche mit einem Säbel aufgeschnitten und heraus kam sein Sohn und Nachfolger Yu, später "Yu der Große" (Da Yu) genannt.
Yu, der den abnehmenden Mond symbolisiert (ebenso wie der Säbel, der seine Geburt bewirkte), beschritt den umgekehrten Weg wie sein Vater. Er versucht nicht, das Wasser einzudämmen, sondern bemühte sich darum, es abfließen zu lassen, indem er Gräben und Kanäle aushob. Gun und Yu sind damit (im mythischen Bereich) als die Erfinder der Bewässerungstechnik zu sehen, die auf der mythologischen Ebene das Prinzip bedeutet, entgegengesetzte Zustände "wechselweise miteinander in Einklang zu bringen" ("Einmal schließen, einmal Öffnen, das nannten sie Wechsel. Dass das Gehen und Kommen nicht aufhört, nannten sie Durchgängigkeit").
Nach dieser Legende spaltete Yu mit seinen magischen Kräften den Longmen-Berg, damit der Gelbe Fluß direkt durch die Abgründe fließen könnte. So ist die Longmen-Schlucht gebildet worden. Im Unterlauf des Gelben Flusses hackte Yu die Berge, die den Flußlauf versperrten, in einige Strecken, und der Fluß schlängelte sich nach dem Östlichen Meer. Damit ist die Sanmen-Schlucht gestaltet worden. Diese zwei Schluchten sind bekannt für die reißende Strömung und faszinierende Landschaft.

























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