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Wildtiere im Hochland Hoh Xil
Die jährliche Durchschnittstemperatur im Hochland Hoh Xil liegt bei -4 Grad.
Hoh Xil (chinesisch: 可可西里) ist eine entlegene Region im Nordwesten des Qinghai-Tibet-Plateaus (chinesisch: 青藏高原). Wegen seiner extremen geografischen und klimatischen Bedingungen kann man sich dort nicht dauerhaft aufhalten. Als "Königreich der Tiere" ist Hoh Xil jedoch eines der wichtigsten Habitate der freilebender Tiere im Hochland.
Hoh Xil liegt in der Hochland-Zone zwischen dem Kulun-Gebirge (chinesisch: 昆仑山) und dem Ulan Ul-Gebirge auf einer Höhe von 4500 bis 5000 Metern über dem Meeresspiegel. In diesem Gebiet befinden sich zwei Berge — der Hoh Xil-Berg und der Dongbolei-Berg. Zwischen ihnen liegt eine weit ausgedehnte Niederung. Wegen der extremen Naturbedingungen wie strenger Kälte und starkem Mangel an Sauerstoff haben sich nach Hoh Xil nur sehr selten Menschen begeben. So ist Hoh Xil das größte menschenleere Gebiet in China, deren ursprüngliches Hochland-Ökosystem am besten erhalten ist.
Hoh Xil liegt in großer Höhe über dem Meeresspiegel. Es herrscht eine unerträgliche Kälte, die Luft ist sehr dünn. Die jährliche Durchschnittstemperatur liegt bei -4 °C. Selbst im Hochsommer tanzen häufig dichte Schneeflocken am weiten Himmel. Im Winter sinkt die Temperatur auf bis zu -40 °C Solche Naturbedingungen sind extrem lebensfeindlich. In der ausgedehnten Einöde gedeihen keine hochwachsenden Pflanzen, sondern nur eine spärliche Vegetation, die sich eng an den Boden anschmiegt. Nur in der sehr kurzen warmen Jahreszeit blühen wilde Blumen in großer Farbenpracht und zeigen so die Vitalität der Pflanzenwelt selbst unter ungünstigsten Bedingungen. Nach kurzer Blüte verfärben sie sich rasch gelb.
Dank vieler großflächiger Gletscher rings um Hoh Xil gibt es hier viele Seen und Saisonflüsse. An Fluss- und Seenufern erstreckt sich eine üppige Vegetation, was frei lebenden Tieren wie wildem Jak, tibetischer Antilope, tibetischem Wildesel usw. reichlich Nahrung bietet. Gemeinsam Zusammen mit Fleischfressern wie Wolf, Braunbär und Gänsegeier bilden jene Pflanzenfresser vollständiges Hochland-Ökosystem.
Unter den unter Schutz stehenden Wildtierarten in Hoh Xil genießt die tibetische Antilope (chinesisch: 藏羚羊) eine Sonderstellung. Dieses flinke Tier hat eine schöne Gestalt. Ein männliches Tier verfügt über ein Paar langer schwarzglänzender Hörner. Ein hochwertiger Schal namens Shahtoosh wird aus dem feinen Haar der tibetischen Antilope hergestellt. Dieser Schal ist sehr dünn und leicht. In eingerolltem Zustand kann man ihn leicht durch einen Ring ziehen. Daher nennt man ihn auch "Ring-Schal". Mit dem Preisanstieg für das feine Haar dieses Tieres wuchs zugleich auch die Nachfrage nach den Shahtoosh-Schals. Wilderer überschwemmten daraufhin das Naturschutzgebiet Hoh Xil, so dass die Zahl der tibetischen Antilopen innerhalb nur weniger Jahre drastisch sank. Eine Zeitlang war die tibetische Antilope vom Aussterben bedroht. Später versetzte die lokale Regierung den Wilddieben schwere Schläge, und die lokale tibetische und han-chinesische Bevölkerung stellte ein freiwilliges Ranger-Korps gegen Wilderei und zum Schutz dieser Tierart auf. Dank dieser Maßnahmen hat die Zahl der tibetischen Antilope wieder stark zugenommen. Die tibetischen Antilogen können hier nun in Frieden leben und sich vermehren.
Die Wildtiere sind der wahre Herr von Hoh Xil. Alle Menschen, die in das Hinterland von Hoh Xil eintreten, werden von ihnen als "Eindringlinge" empfunden. Viele Besucher der Region hatten das gleiche Erlebnis: Als sie im Auto nach Hoh Xil fuhren, machten einige Wildesel mit ihnen einen Wettlauf. Damit wollten sie unter Beweis stellen, dass sie die besten Läufer des Hochplateaus sind. Gelegentlich sieht ein Jak in einem Auto einen "Herausforderer". In großer Wut wird er gegen das Auto angestürmt kommen. In diesem Fall gibt es keinen anderen Ausweg als sofort die Flucht zu ergreifen.


























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