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Heicheng
Die sagenumwobene "Schwarze Stadt" Heicheng in der Wüste Gobi in der Inneren Mongolei.
Die Ruinen der "Schwarzen Stadt" Heicheng (chinesisch: 黑城) ist bisher die umfangreichste und am besten erhaltene Ruinenstadt entlang der Seidenstrasse. Sie befindet sich rund 25 km entfernt vom Dorf Dalaihubu in der Inneren Mongolei. In der Ruine wurden manche wertvolle Dokumente aufgefunden, wodurch man viel über Karakhoto, wie die "Schwarze Stadt" ebenfalls genannt wird, erfahren konnte.
Die "Schwarze Stadt" gehörte zu dem Territorium des Xixia-Reiches in Nordchina. Im Jahr 1038 hat eine Minderheit des Nomadenvolks "Dangxiang" im Norden ein Reich gebildet und die "Schwarze Stadt" zu einer militärischen Garnison ausgebaut. Danach hatte sich die Stadt rasant zu einer der wichtigsten Städte in diesem Reich entwickelt. Ungefähr 200 Jahren danach, in der Yuan-Dynastie, hat der erste Kaiser der Dynastie, Dschingis Khan, mit seiner Armee die "Schwarze Stadt" erobert. Nach der Eroberung hat sich die Stadt noch einmal wesentlich weiter entwickelt. Der weltweit berühmte Reisende Marco Polo hat in seinen Reiseberichten über seine China Reisen auch über die Stadt in ihrer Blütezeit geschrieben.
1372 wurde der mongolische König Khara Bator mit seinen Untergebenen vom Heer der aufsteigenden Ming-Dynastie umzingelt. Die Chinesen leiteten das Wasser des Heihe-Flusses ("Schwarzer Fluss") ab, der außerhalb der Festung floss und die Gärten und Brunnen der Stadt mit Wasser versorgte. Mit der Zeit erkannte Khara Bator sein Schicksal und brachte sich und seine Familie um. Nach seinem Selbstmord warteten seine Soldaten in der Festung, bis die Ming-Chinesen schließlich angriffen und die verbliebenen Bewohner töteten.
In den darauf folgenden 700 Jahren ist es ruhig um die "Schwarze Stadt" am Ruoshui-Fluss geworden und die Bauwerke der Stadt verfielen. Zwischen 1901 und 1909 wurden die Ruinen dann durch den russischen Forscher Pjotr Kusmitsch Koslow auf seiner Forschungsreise in die Gobi-Wüste entdeckt.
Wenn man heute die Ruinen der "Schwarzen Stadt" besichtigt, kann man noch eine alte Lama-Pagode an der Ecke der Stadt sehen. Spurenhaft kann man noch die früheren Wege, Felder und Bauwerke erkennen. Darüber hinaus sind in der Stadt große Mengen von Schmuck sowie Dokumenten verborgen. Die Stadt hat für die Archäologie über die Geschichte des Xixia-Reiches von großer Bedeutung. Aber jetzt droht der "Schwarze Stadt" eine neue Gefahr durch die Verwitterung, weswegen diese historische Ruinen gut bewahrt werden sollen und staatlich geschützt sind.
























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