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Harbin
Eisstadt im hohen Norden Chinas
Harbin (chinesisch: 哈尔滨), die Hauptstadt der Provinz Heilongjiang (chinesisch: 黑龙江) im Nordosten Chinas, zieht jeden Winter, in der Regel von Anfang Januar bis Mitte Februar, Hunderttausende von Besuchern durch das international berühmte Eis- und Schnee-Festival an. Gegründet wurde die Stadt 1898 nach der Besetzung der nördlichen Mandschurei durch Russland. So ist auch das Stadtbild der älteren Stadtteile heute noch von russischer Architektur geprägt.
Das Eislaternenfestival (chinesisch: 冰雪节) findet alljährlich im Januar im Zhaolong-Park statt. Dort kann man verschiedene Eislandschaften und Eisskulpturen wie Eislaternen, Ziertopflandschaften, Bauwerke, Höhlen, Schluchten, Wälder u. ä. sehen. Der ganze Park gleicht einem Kristallpalast, wo man sich wie in einem Märchenland fühlt. Darüberhinaus kann man auf dem Songhuajiang-Fluss Eis- oder auf den Pisten oder Loipen Skilaufen. Heute gibt es allein in Harbin über 20 davon.
Harbin ist eine Stadt ohne Mauer. Die Entstehung Harbins begann 1898. Eine richtige Stadt war sie erst im Jahre 1903. Anfang des 20. Jahrhunderts war sie schon eine Welthandelsmetropole. Über 160 000 Ausländer aus 33 Ländern sammelten sich hier und 16 Länder legten Konsulate nieder. Multi-Kultur prägt die Stadt noch bis heute.
Harbin liegt am Songhua-Fluss (chinesisch: 松花江) und ist die Provinzhauptstadt von Heilongjiang, der nördlichsten Provinz Chinas. Wegen ihrer nördlichen geografischen Lage sind hier die Winter sehr lang und kalt. Sowohl Nacht- als auch Tagestemperaturen liegen durchschnittlich zwischen 10 und 20 Grad unter Null, wobei die Temperatur gelegentlich auch auf unter 40 Grad fällt. Harbin ist schneereich, weshalb Wintersport hier sehr populär ist. Harbin wird auch als "Eisstadt" bezeichnet. Das Eisskulpturenfest von Harbin, das jeden Winter stattfindet ist im ganzen Land bekannt.
Die Stadt und die von ihr verwalteten Gemeinden in der Umgebung erstrecken sich über eine Gesamtfläche von 53.200 Quadratkilometern, und mit 9,41 Millionen Einwohnern ist Harbin eine wichtige Metropole in Nordostchina.
Wichtiges in Harbin
- Juden
Juden In den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts lebten etwa 20.000 Juden in Harbin. Die Hauptstadt Heilongjiangs (chinesisch: 黑龙江), Harbin (chinesisch: 哈尔滨), wäre wohl kaum das, wa... - Zhong Yang Dajie
Zhong Yang Dajie Ein Bummel entlang Harbins Flaniermeile. Die Zhong Yang Dajie ist das pulsierende Herz des Hauptorts der Provinz Heilongjiang (chinesisch: 黑龙江). Die Einkaufs- und Flaniermeile i... - Sankt-Sophia-Kirche
Sankt-Sophia-Kirche Die Sankt-Sophia-Kirche ist ein Relikt aus der Gründung der Stadt durch die Russen. 1898 wurde Harbin von den Russen gegründet, nachdem sie die nördliche Mandschurei erobert hat...
Überblick über Harbin
Harbin ist eine sehr alte Stadt. Im chinesischen Altertum war sie wichtiges Siedlungsgebiet vieler nationaler Minderheiten. Vor 900 Jahren gründeten hier die Nüzhen, Vorfahren der Mandschuren, die Jin-Dynastie. Damals diente Harbin, deren Name in der Nüzhen-Sprache ,"Ruhm" bedeutet, als ihre Hauptstadt. Von hier aus regierten vier Kaiser 38 Jahre lang die Geschicke der gesamten Monarchie. Harbin ist auch eine junge moderne Stadt und das hat damit zu tun, dass vor nur 105 Jahren, im Jahre 1898, Harbin mit dem Bau der Zhongdong-Eisenbahn zur ersten nach außen geöffneten Stadt Chinas wurde. Zu jener Zeit gab es in Harbin 16 ausländische Konsulate und über 300 internationale Handelsgesellschaften. Viele Ausländer ließen sich hier nieder. In der Blütezeit erreichte ihre Zahl 170. 000 Menschen. Durch ihre Niederlassung entstanden in Harbin viele ausländische Bauten in verschiedenen Baustilen wie dem byzantinischen, römischen, Barock- und Renaissancestil aber auch im japanischen Stil. Viele dieser Bauwerke sind noch heute gut erhalten. An beiden Seiten der Zentralstraße gibt es über 70 Bauten aus jener Zeit.
Von Dezember bis Februar dauert die Hochsaison für den Tourismus. In diese Zeit fällt auch das alljährlich veranstaltete Harbiner Eisfest, das immer mehr in- und ausländische Touristen anzieht. Dieses Eisfest ist eine wunderbare Veranstaltung, die Eiskunst und -sport in gelungener Weise miteinander kombiniert. Das Eislaternenfestival findet alljährlich im Januar im Zhaolong-Park statt. Dort kann man verschiedene Eislandschaften und Eisskulpturen wie Eislaternen, Ziertopflandschaften, bekannte Bauwerke, Höhlen, Schluchten, Wälder u. ä. aus Eis geschaffene Werke sehen. Der ganze Park gleicht einem Märchenland aus Eis. Darüberhinaus kann man auf dem Songhuajiang-Fluss Eis- oder auf den Pisten in der Umgebung der Stadt Skilaufen. Heute gibt es allein in Harbin über 20 Skipisten. Yabuli, nahe der Stadt Harbin, ist das größte Skigebiet Asiens. Dort kann man sich beim Abfahrtslauf, Slalom, Skispringen oder Skilanglauf prächtig amüsieren.
Aber auch das angenehme Klima im Sommer zieht viele Touristen an. Der "Musiksommer in Harbin" ist weltweit bekannt. In der Umgebung der Stadt Harbin gibt es dichte Urwälder. Touristen können mit einem kleinen Zug in diese Wälder zu einer Expeditionsreise oder zur Jagd fahren.


























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