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Fayuan Tempel
Der Fayuan Tempel oder Fayuansi ist nach dem Yonghe-Tempel der zweitgrößte Tempel Pekings.
Der Fayuansi (chinesisch: 法源寺) oder auch "Tempel der Quelle des Buddhismus", der vor dem früheren Xuanwumen-Tor (chinesisch: 宣武门) am südlichen Ende der Xizhuan-Gasse liegt, ist seit alters einer der bekannten buddhistischen Tempel Pekings.
Um der auf dem Schlachtfeld gefallenen Offiziere und Soldaten zu gedenken, ließ der Tang-Kaiser Taizong (Li Shimin) hier den Minzhongsi (Tempel des Mitleids und der Treue) erbauen, der erst zu Anfang der Qing-Dynastie seinen jetztigen Namen erhielt. Die Jin-Kaiser ließen hier die Staatsexamina für Beamtenkandidaten abhalten. Während seiner 1000jährigen Geschichte wurde der Fayuan Tempel mehrmals infolge von Kriegswirren und Erdbeben beschädigt, jedoch jedes Mal wiederaufgebaut. Erst in der Ming-Zeit erhielt er seine jetztige Ausdehnung. Die meisten heute vorhandenen Hallen wurden in der Qing-Dynastie erbaut.
Der Fayuan Tempel (chinesisch: 法源寺), seit jeher gut besucht, nimmt eine Fläche von 6400 qm ein und ist nach dem Yonghe-Tempel (chinesisch: 雍和宫) der zweitgrößte Tempel Pekings (chinesisch: 北京). Die imposanten Tempelbauten und die kleinen hübschen mit Flieder bestandenen Höfe verleihen der Anlage eine angenehme Stille und Anmut.
Die Skanda-Buddhafigur, die Statuen der Himmelskönige in der Tianwangdian (chinesisch: 天王殿), Halle der Himmlischen Könige, und die 18 Arhat-Statuen in der Daxiongbaodian (chinesisch: 大相国寺) - Mahavira-Halle - wurden in der Ming-Zeit aus Bronze gegossen und vergoldet. Die Bilufodian (Halle des Vairocana-Buddha) war früher eine Halle zum Gedenken an dem Mönch Xuan Zang aus der Tang-Zeit, der die buddhistische Lehre aus Indien nach China gebracht hatte. Die aus Bronze gegossene Vairocana-Buddhafigur und ihr Sockel aus der Ming-Zeit sind gut erhalten. Um den Sockel herum finden sich 1000 Buddhafiguren. Auf dem Sockel stehen vier Buddhafiguren, die den auf dem Lotosthron sitzenden Vairocana-Buddha tragen. Auf der Minzhong-Terrasse sind drei Steintafeln aus der Tang-Zeit aufgestellt, eine davon beschädigt, sowie drei unvollständige Steinsäulen aus der Liao-Zeit. Obwohl schon Jahrhunderte alt, sind die Schriftzeichen auf diesen Steintafeln und Steinsäulen noch deutlich zu erkennen, und sie gelten als wichtige historische Quelle für die Erforschung der Geschichte des Tempels und des damaligen politischen Lebens.
Seit der Befreiung ist der Fayuan Tempel (chinesisch: 法源寺) ein wichtiges Forschungszentrum der Chinesischen Gesellschaft der Buddhisten und eine bedeutende Stätte der Begegnung von in- und ausländischen Buddhisten. Die Meditationshalle im Tempel steht Besuchern offen. Chinesische und ausländische Mönche können hier Buddha verehren, Weihrauchstäbchen abbrennen, meditieren und die Sutras lesen. Im Jahre 1963 fand hier die Asiatische Konferenz der Buddhisten statt.
Vor mehr als 1200 Jahren fuhr der ehrwürdige chinesische Mönch Jian Zhen trotz vieler Schwierigkeiten mit dem Schiff nach Japan und brachte dem japanischen Volk den Buddhismus, die chinesische Kultur, Bautechnik, Kunst und Medizin, womit er für den kulturellen Austausch zwischen China und Japan einen unauslöschlichen Beitrag leistete. Im Mai 1980 wurde eine Lack-Statue von ihm von den japanischen Abt Morimoto nach China gebracht und hier im Tempel aufgestellt.


























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