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Miao
Die Miao-Nationalität mit 8,94 Millionen Menschen gehört zu den ältesten Völkern im Süden Chinas.
Nach mehrmaligen Wanderungen in der Geschichte leben die Miao (chinesisch: 苗族) heute hauptsächlich in den Provinzen Guizhou (chinesisch: 贵州), Hunan (chinesisch: 湖南), Yunnan (chinesisch: 云南) und im Autonomen Gebiet Guangxi (chinesisch: 广西) der Zhuang - vorwiegend im Südosten der Provinz Guizhou und dem Grenzengebiet zwischen den Provinzen Hunan, Hubei, Sichuan und Guizhou. Die Siedlungsgebieten der Miao sind begünstigt vom mildem Klima. Sie sind umgeben von Bergen und Gewässern und sin reich an Feldern und Seen. Es wird Landwirtschaft betrieben insbesondere wird Reis, Mais, Hirse, Weizen, Baumwolle, Tabak und Raps angebaut. Es gibt ein reichliches Holz- und Erzvorkommen.
Äußerst bedeutungsvoll und sogar heilig ist Silberschmuck für die Miao-Nationalität. Mit Silberschmuck kann von Kopf bis Fuß geschmückt werden. Am auffälligsten sind Schmuckstücke für den Kopf, zum Beispiel Silberhörner, Silbermützen oder Silberschals.
Die größten Silberhörner sind etwa 85cm breit und 80cm hoch, mehr als die halbe Körperhöhe der Person und fast einmalig in der Welt. Auf die Silberhörner stecken Miao-Mädel noch weiße Hahnfedern, die, im Wind schwebend, die Hörner prachtvoller aber auch eleganter machen.
Die Silbermütze ist eine feierliche Verzierung mit vielen Schmuckstücken in der Form von Blumen, Vögeln, Schmetterlingen, Tasten und Klingeln, verleiht dem Kopf Pracht und Gehobensein. Wenn auch vielfältig, haben alle Silbermützen zwei Schichten. Die innere Schicht ist mit Tuch und Einsenseiten auf die Kopfform zugeschnitten. Die äußere Schicht besteht aus drei Teilen. Der obige Teil ist der Mützendeckel, auf dem in der Mitte ein hoher Fächer steht, umgeben von Hunderten von Silberblumen und ein paar Silbergestalten von lebensgetreuen Vögeln, Schmetterlingen und Gottesanbeterinnen. Der mittlere Gurtteil ist aus Silberblättern gemacht, auf welchen Motive wie "zwei Drachen ringen um die Perle" und "spielende Kinder" gedruckt sind. An dem unteren Gurtteil hängen eine Reihe von Troddeln, die durch Silberketten miteinander verbunden und mit Silberklingeln verziert sind. An dem hinteren Teil der Mütze hängen Silberfedern, die bis zur Taille reichen.
Bei den Silberschals gibt es zwei Arten. Entweder werden Silberschmuckstücke direkt auf dem Schal angebracht oder der Silberschal mit Tuchfutter versehen oder einfach auf den Kopf gesetzt.
Daneben gibt es noch Silbernagel, Silbernetz, Silberkamm für den Kopf und Silberhalskranz, Kragenschmuck und Silberplaketten.
Neben Silberschmuck ist auch die Wachs-Batik der Miao-Nationalität sehr bekannt in der Textilverarbeitung Chinas. Wachs- Batik, Bund-Färbung und Schablonen-Färbung sind die drei berühmtesten Färbungsmethoden im altertümlichen China.
Bei der Wachs-Batik wird das weiße Tuch auf den Arbeitsstand ausgelegt. Dann werden mit einem Spezialmesser als Stift und geschmolzenem Wachs Motive auf das Gewebe gemalt. Nur aus dem Kopf und ohne Hilfe von Werkzeugen werden ganz genaue gerade Linien und Kreise und lebensgetreue Tiermotive gemalt. Fertig bemaltes Tuch wird in die Farbstofflösung getaucht und danach in klarem Wasser gekocht, damit das Wachs wegschmilzt und die Motive sich herausbilden. Miao-Leute sind geschickte Weber. Das Tuchgewebe kann mit Indigo, Saflor, Gardenie, Gallapfel usw blau, rot, gelb oder schwarz gefärbt werden. Die Hauptfarben sind Blau und Weiß, begleitet durch etwas Rot und Grün. Vielen gefallen die schlichte Schönheit und einfache Eleganz der Miao-Batik.





























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