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Chengshantou
Die Gegend um die Bucht Chengshantou wird auch manchmal das Ende der Welt genannt.
In der östlichsten Ecke der chinesischen Shandong-Halbinsel (chinesisch: 山东) gegenüber Südkorea liegt die Bucht Chengshantou (chinesisch: 成山头) am Gelben Meer. Die Gegend ist auch bekannt und wird umworben unter den Namen „Ende der Welt“ oder Kap der Hoffnung.
Steile Klippen ragen ins Meer hinein. Hohe Wellen donnern gegen die Küste. Das Gebiet ist ein Naturreservat und es gibt hier einige Meereshöhlen. Die Bucht ist Heimat vieler seltener Vogelarten und sehr bekannt als Winterquartier von Schwänen. Man ist stolz hier eines von den vier berühmtesten Gebieten zu haben, in denen Heerscharen von Schwänen überwintern. Zum Beispiel am Swan Lake in Rongcheng 荣成市 etwa 30 km von Weihai entfernt.
Zu den Hauptsehenswürdigkeiten in diesem Gebiet gehören der Shihuang Tempel, ein Tempel aus der Zeit des ersten Kaisers der Qin-Dynastie. Während dieser Zeiten wurden hier viele Stege , Plattformen und Brücken erbaut, die teilweise noch heute als Aussichtspunkt auf das Meer sind. Nach der Geschichte war Chengshantou die Heimat der Unsterblichen und Kaiser Qinshihuang 秦始皇帝 (259–210 v. Chr., erster Kaiser der Qin-Dynastie) besuchte diesen Ort zweimal auf der Suche nach dem Lebenselixier. Später soll auch ein Kaiser der Han-Dynastie, Kaiser Wudi (156–87) hier gelebt, den taoistischen Tempel Chengshan gebaut und die Chiyan-Lieder geschrieben haben.
Es gibt einige sehr bekannte Thermalquellen, die durch ihre hohen Temperaturen und den reichen Mineralgehalt als medizinisch sehr wertvoll angesehen werden. Besucher der Baoquantang-Thermalquelle, einer seltenen Art von Quelle, die aus dem Meer kommt, sind durch das Wasser so erfrischt und gekräftigt, dass sie immer wieder zurückkommen wollen.
Vorgelagert findet man viele Inseln, so wie die Insel Liugong (chinesisch: 刘公岛). Nach Erzählungen soll hier vor Jahrhunderten ließ ein Ehepaar namens Liu gelebt haben und vorbeifahrenden Fischern geholfen haben den Weg auf dem Meer zu finden oder sich bei ihnen auszuruhen. Ihm zu Ehren wurde auf der Insel ein Tempel errichtet, der die Kapitäne und die Besatzungen aller vorbeifahrenden Schiffe noch heute an die alte Seefahrtzeit erinnert.
Die Insel Liugong (chinesisch: 刘公岛), die 3,15 km2 groß ist, liegt 2,1 nautische Meilen von Weihai (chinesisch: 威海) entfernt. Wegen ihrer wichtigen geographischen Lage wurde die Insel eine Basis für die Nordflotte der Qing-Dynastie, Chinas erster Marine in der Neueren Geschichte. Die Insel war Zeugin der brutalsten Schlacht des Chinesisch-japanischen Krieges von 1894–1895, der auch der Jiawu-Krieg genannt wird.


























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