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Insel Changdao
Vier berühmte Sagen ranken sich um Changdao.
Changdao (chinesisch: 长岛) liegt zwischen den Halbinseln Shandong (chinesisch: 山东) und Liaodong (chinesisch: 辽东). Dort treffen das Gelbe Meer (chinesisch: 黄海) und die Bohai See (chinesisch: 渤海) aufeinander.
Changdao besteht aus 32 Inseln und hat eine Gesamtfläche von 56 Quadratkilometern mit einer 146 Kilometer langen Küstenlinie. Die Inselgruppe zählt ca. 45.000 Einwohner. Seit der Qing Dynastie nennt man Changdao "Götterberge im Meer, irdisches Märchenland". Changdao hat alles: Berge, Meeresblick, Inseln, Klippen, Höhlen und viele besonders sehenswerte historische Stätten. Im Sommer zieht das kühle, angenehme Klima unzählige Touristen an. Und Changdao zählt zu den beliebtesten Reiseorten Chinas. 2006 wurde es als eine der zehn schönsten Inseln Chinas ausgezeichnet.
Vier berühmte Sagen ranken sich um Changdao, die Sage von Mazu, der Schützgöttin der Fischer, die Sage von den Acht Unsterblichen, die Sage von Zhang Yu und dem Drachenkönig und von Jing We, dem Meeresbändiger. Ihre Taten sind eng mit Changdao verbunden. Und sie verleihen der zauberhaften Landschaft einen besonderen Reiz.
Changdao hat reiche Meeresressourcen. Auf dem Festland nennt man sie deshalb die Heimat von Seeohr, Kamm-Muschel und Seetang. Im Frühjahr 1999 lancierte man ein Touristenprogramm, das vorsah, daß Besucher in Fischerfamilien leben sollten. Dazu wählte man eine Reihe geeigneter Familien aus, die selbst für Werbung, Transport, Unterkunft, Verpflegung und Freizeitprogramm verantwortlich waren, jedoch strikt nach staatlichen Vorgaben. Dieses Programm hat sich bewährt.
Eine der Hauptattraktionen dieses Programms heißt: Sei Fischer für einen Tag. Touristen können einen Tag lang das Leben eines Fischers kennenlernen. Sie fahren zusammen mit dem Fischer in seinem Boot aufs Meer hinaus, werfen die Netze aus, bringen die Reusen an und fangen Krabben. Eine andere Tour führt die Besucher einen Tag lang mit dem Schiff durch das Archipel und zeigt ihnen die Herrlichkeiten der Natur. Man kann auch mit dem Boot hinausfahren und angeln. Alle Ausrüstung wird von der Gastfamilie gestellt. Und man kann andere Aktivitäten auf anderen Inseln buchen.
Bei den Fischerfamilien gibt es keine feste Speisekarte, und der Gast kann normalerweise zwischen acht Speisen wählen. Immer dazu gehören Meeresfrüchte, also Krabben, Muscheln und Fisch, dazu Gemüse und Fleisch. Vielleicht macht die Gastfamilie auch die lokale Spezialität, Klößchen aus Seetang, die mit Fischsoße, Shrimpsoße oder anderen Soßen gegessen werden.
Nach dem Abendessen können die Gäste fernsehen, Karaoke singen oder einfach nur wie die Einheimischen auf einem kleinen Faltstuhl sitzen und etwas trinken. Jeden Abend um 7 Uhr beginnen folkloristische Vorführungen wie Drachentänze und Volkstänze. Dabei darf jeder mitmachen.
Die Fremden können nach Belieben jede Fischerfamilie besuchen, spazieren gehen, Muscheln sammeln oder den ehrwürdigen "Zuzong (Ahnen)-Baum" auf dem Berghang hinter dem Dorf Wanggou, besuchen. Man sagt, dieser Baum wurde von Einwanderern aus der Provinz Yunnan gepflanzt, als Symbol, daß sie nun an diesem Ort siedelten.
Heute sind die Changdao-Inseln ein beliebtes Urlaubsziel, deren blauer Himmel, klares Wasser, Sonne, würzige Luft und deren gastfreundliche Bewohner einen angenehmen Aufenthalt garantieren. Changdao ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie man Tourismus und Natur verbinden kann.


























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