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Beihai Park
Neben der Weißen Pagode stellt die Neun-Drachen-Wand eine der Haupt-Attraktionen im Beihai Park dar.
Der malerische Beihai Park (chinesisch: 北海公å›) ist mit der Entwicklung der Stadt Peking eng verbunden. Schon im 10. Jahrhundert wurde hier unter der Liao-Dynastie die kaiserliche Sommerresidenz Yaoyu (Palast auf der Jade-Insel) erbaut.
In der Jin-Dynastie im 12. Jahrhundert wurde Peking zur neuen Hauptstadt. Der südliche Teil von Peking beherbergte die Kaiserstadt mit dem Namen Zhongdu (Zentrale Hauptstadt), und im Bereich des heutigen Nordsees entstanden die Qionghuadao (Insel der Erlesenen Jade) und der Guanghandian (Mond-Palast). Für den künstlichen Berg auf der Insel wurden von weither dekorative Steine herangeschafft. So entstand hier die kaiserliche Villa. In der Yuan-Dynastie wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts rund um die Insel die Hauptstadt Dadu aufgebaut. So wurde das Fundament zur Innenstadt, dem Zentrum der heutigen Stadt Peking, gelegt. Unter dieser Dynastie wurden die Anlagen auf der Insel dreimal renoviert und vergrößert. Das Große Nephrit-Gefäß (Dayuweng) in der Tuancheng (der Runden Stadt) und die Eiserne Wand (Tieyingbi) am nördlichen Ufer des Beihai-Sees entstanden ebenfalls zu jener Zeit. Unter der Ming-Dynastie (1368-1644) wurden hier Bau- und Wiederherstellungsarbeiten ausgeführt. Die Fünf-Drachen-Lauben und die Neun-Drachen-Mauer, die am nördlichen Ufer des Beihai-Sees liegen, sowie viele Türme, Pavillons und andere Bauten auf der Tuancheng stammen aus der Ming-Zeit.
Aber erst in der Qing-Zeit (1644-1911) wurde der Beihai-Park in großem Stil ausgebaut bzw. wieder instand gesetzt. 1651 wurde an der Stelle, wo der Guanghandian 90 Jahre zuvor eingestürzt war, die Weiße Pagode im tibetischen Stil erbaut und vor ihr der Yong´ansi (Tempel der Ewigen Ruhe). In der Regierungsperiode Qianlong (1736-1795) wurden hier im Verlauf von 30 Jahren viele Lauben, Pavillons, Terrassen und kleine Paläste erbaut. Eines der Gebäude war der Wanfolou (Palast der Zehntausend Buddhas), den Kaiser Qianlong anlässlich des 80. Geburtstages seiner Mutter bauen ließ. In diesem dreistöckigen Gebäude befinden sich zehntausend Nischen, und in jeder Nische stand ein vergoldetes Standbild des Buddhas der Langlebigkeit (Amitabha). Als die alliierten Interventionstruppen der acht Mächte im Jahre 1900 in Peking eindrangen, raubten sie sämtliche vergoldeten Standbilder.
Bilder und Fotos vom Beihai Park in Peking
Mehr Informationen über den Beihai Park
Der Grundriß des Beihai-Parks, wie er während der Regierungszeit Qianlongs angelegt worden war, ist im großen und ganzen bis heute erhalten geblieben. Die Qionghuadao (Insel der Erlesenen Jade) ist das Herz des Beihai-Parks. Darauf erhebt sich inmitten von grünen Bäumen die Weiße Pagode. Auf dem südlichen Teil der Insel reihen sich buddhistische Tempel am Berghang hinauf: der Yong´ansi (Tempel der Ewigen Ruhe), die Pu´andian (Halle des Allgemeinen Friedens) und die Shanyindian (Halle der Herzensgüte), die ganz aus bunt glasierten Ziegeln besteht und in deren vier Wänden Bilder von Buddha eingraviert sind. Am Berghang der nördlichen Inselhälfte finden sich meisterhaft entworfene und mannigfaltig gestaltete Grotten. Am Fuß des Berges am Ufer des Beihai-Sees liegt das Fangshan-Restaurant, das für seine ausgezeichneten Gerichte aus der kaiserlichen Küche der Qing-Dynastie im In- und Ausland bekannt ist.
Am nördlichen Beihai-Seeufer, vor der Chengguantang-Halle steht die Neun-Drachen-Mauer, die ganz aus bunt glasierten Ziegeln zusammengesetzt ist. Sie ist 5 m hoch, 1,20 m dick und 27 m lang. Darauf sind neun sich in Wolken und Wellen windende, miteinander um einen Perlenball kämpfende Drachen dargestellt. Dieses hervorragende, fünfhundert Jahre alte Kulturdenkmal ist von fabelhafter Farbenfrische und lebendiger Darstellung. Vor der Halle gibt es außerdem noch eine mit schönen Mustern verzierte "Eiserne Wand" (Tieyingbi) aus der Yuan-Dynastie und die Fünf-Drachen-Lauben (Wulongting) aus der Qing-Dynastie.
Vor dem Südtor des Beihai-Parks zieht sich eine 5 m hohe ringförmige Mauer entlang; hier liegt die Tuancheng (die Runde Stadt). Während der Jin-Dynastie, im 12. Jahrhundert, wurde der Beihai-See ausgehoben und mit dem dabei gewonnenen Erdreich der Hügel für die 4500 qm große Runde Stadt aufgeschüttet.
Das Hauptgebäude der Tuancheng ist die Chengguandian (Halle der Sonnenstrahlenaufnahme), die unter der Yuan-Dynastie gebaut und dann unter der Ming- und der Qing-Dynastie renoviert und ausgebessert wurde. In der Halle befindet sich eine 1,5 m große Buddhafigur. Sie ist aus einem einzigen Block weißer Jade angefertigt, milchweiß und glänzend, ihr Scheitel und die Falten ihrer Kleidung sind mit Smaragden und Rubinen geschmückt. Die Figur wurde zur Zeit der Herrschaft des Kaiser Guangxu (1875-1908) der Qing-Dynastie von Burma hierhergebracht. Der linke Arm des Buddhas wurde von den alliierten Interventionstruppen der acht Mächte bei ihrem Angriff auf Peking im Jahre 1900 beschädigt.
Im Zentrum der Runden Stadt liegt ein Pavillon mit einem blauen Dach und weißen Säulen, der Yuwengting (Pavillon des Nephrit-Gefäßes). Hier befindet sich ein 0,66 m hohes Nephrit-Gefäß mit einem Durchmesser von 1,5 m. Ursprünglich stand das für Wein bestimmte Nephrit-Gefäß im Guanghandian auf der Qionghua-Insel dem Begründer der Yuan-Dynastie, Kubilai, zur Verfügung. Als der Palast aber nur noch eine Ruine war, kam das Gefäß in den Zhenwu-Tempel am Xihuamen-Tor, wo taoistische Mönche es als Gefäß für gesalzenes Gemüse benutzten. 1749 wurde für das Gefäß ein spezieller Pavillon gebaut, in dem es nun seinen Standplatz fand. Das Gefäß ist aus einem einzigen Block Nephrit gearbeitet. Außen ist es mit einem Basrelief, bestehend aus Fischen, Drachen und mythischen Meeresungeheuern, verziert, die sich in den Wellen tummeln. Innen ist ein von Kaiser Qianlong gedichtetes Lied vom Nephrit-Gefäß eingraviert.


























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