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Der Ahntempel der Familie Chen
Der Ahntempel ist ein typisches Beispiel der Kombination der Baustile des Lingnan-Gebiets in verschiedenen Zeiten.
Der Ahntempel der Familie Chen, auch die Akademie der Familie Chen, wurde im Jahr 1890 aufgebaut. (Eigentlich möchte ich sagen, dass es viele Familien mit dem gleichen Nachname in Guangdong gibt. Sie haben gemeinsam die Bauarbeit finanziert.) Vier Jahre später wurde der Tempel fertig gestellt und im Jahr 1959 in ein Museum für Volkskunst der Provinz Guangdong umgewandelt.
Der Ahntempel ist ein typisches Beispiel der Kombination der Baustile des Lingnan-Gebiets in verschiedenen Zeiten. Der ganze Tempel bedeckt eine Fläche von 15 000 qm und wird in 4 Höfe, das sind Vorhof, Hinterhof, Osthof und Westhof gegliedert. Er besteht aus insgesamt 19 Bauwerken; das Hauptbauwerk ist Juxiantang (die Haupthalle der Versammlung der Weisen) mit einer Höhe von 20 m. Gemäß des Kriteriums der chinesischen Architektur werden Bauwerke in verschiedener Größe innerhalb eines bestimmten Raums sehr harmonisch eingerichtet. Die Korridore machen es möglich, alle Häuser des Tempels zueinander zu verbinden.
Sehenswert sind die vielfältigen Arten von Dekorationen des Tempels, z.B. Schnitzerei, Gravierung aus Stein und Ziegel, Bildhauerei aus Ton und Kalk, Wandmalerei usw. Offensichtlich zeigt alles die Eigenschaften der Architektur des Lingnan-Gebiets. In den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde der Ahntempel der Familie Chen in den Monographien Deutschlands, Englands und Japans als ein typisches Beispiel der Architektur von Südchina vorgestellt.
Die steinerne Gravierung wird hauptsächlich aus Granit gemacht. Die Mehrheit davon dient als Bauteil zur Unterstützung des Gewichts und der Vorbeugung von Erosion. Das Muster der steinernen Gravierung des Tempels ist sehr komplex: es handelt sich um eine Mischung aus verschiedenen Gravierungstechniken wie Relief und Tiefdruck. Nach der sorgfältigen Gravierung werden die Steine leichter, was auch eine typische Besonderheit des feinen Baustils des Lingnan-Gebietes ausmacht.
Die Gravierung der Ziegel stellt mit seiner großen Menge, seiner gewältigen Dimension und einem sorgfältigen Handwerk das höchste Niveau von Guangdong in der Qin-Dynastie symbolisch dar. Sie ist eine saubere aber elegante Arte des Dekorationsstils. Die Gravierung des Ahntempels wurde aus blauen Ziegeln der besten Qualität gemacht. Dem Mustern zufolge gravierten die Künstler jeden Ziegel als einen Teil davon, dann legten sie die gravierten Ziegel ordentlich in die Wand ein. Die Gravierung hat eine Volkssage und die chinesische Kalligrafie zum Inhalt. Sie befindet sich normalerwiese auf der Oberschwelle und unter dem Dachvorsprung.
Innerhalb des Tempels werden fast alle Komponenten mit dunkler und feiner Schnitzerei dekoriert. Die Schnitzerei wurde von großen Stücken aus Holz mit guter Qualität hergestellt. Die Geschichte wird durch die geschickte Schnitztechnik lebendig dargestellt. Es wird gesagt, wenn man in den Ahntempel hineingeht, kann man sich fühlen als ob man sich in einem Korridor der Geschichte mit Gravierungswerkzeug befindet.
Die Bildhauerei aus Ton dient als Dekoration des Grats. Die 11 Grate mit der Dekoration der Bildhauerei aus Ton zählen zu den umfangreichsten und herrlichsten traditionellen Dekorationen des Bauwerks in der Qing-Dynastie. Mit der Bildhauerei wurden die Figuren aus Ton übertrieben dargestellt, damit sie besser zu sehen sind. Bei dem Inhalt handelt es sich hauptsächlich um typische Szenen der kantonesischen Oper. Mit symmetrischem, geglücktem Muster auf zwei Seiten zeigt es die Harmonie und Eleganz des Tempels.
Die Bildhauerei aus Kalk ist ein spezieller und traditioneller Baustil in Guangdong. Man hat den Kalk mit Stroh und Papier gemischt. Dann wurde die Dachziegel und Kupferdraht als die Stütze der Bildhauerei benutzt. Nachdem die Bildhauerei in der Luft getrocknet wurde, färbt man sie dann mit verschiedenen Farben. Die Bildhauerei aus Kalk im Ahntempel der Familie Chen ist für ihre dynamischen Farben wie Rot und Grün sehr bekannt.
Im Jahr 1959 wurde der Ahntempel in ein Museum für Volkskunst der Provinz Guangdong umgewandelt, um die Volkskunsthandwerke von Guangdong zu sammeln, zu schützen, zu studieren und auszustellen. Es gibt das ganze Jahres hindurch Ausstellungen über das Kunsthandwerk in Guangdong und in ganz China. Im Jahr 1996 lag der Ahntempel der Familie Chen auf dem ersten Platz der zehn schönsten Sehenswürdigkeiten in Guangzhou.
























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