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Geschichte Chinas
Die Wurzeln der chinesischen Geschichte reichen 5.000 Jahre zurück.
Im Laufe dieser Zeit bildeten sich Dynastien, die durch ein Wechselspiel von Krieg und Frieden, Annexion und Allianz geprägt waren. In seiner mehr als 5.000-jährigen Geschichte hat China viele kulturelle und wirtschaftliche Blütezeiten, aber auch Machtkämpfe und Niederlagen erlebt.
Chinas Geschichte ist eine der längsten der Welt. Folgt man der chinesischen Geschichtstheorie wird sie sogar immer länger. Über eine möglichst lange Geschichte möchte sich China gegenüber anderen Ländern abheben. Aber immerhin. Chinas Geschichte wird in den Geschichtsbüchern des Westerns noch immer unterschätzt. Lange Zeit glaubten die traditionell nach Europa hin ausgerichteten Historiker des Westens, daß Chinas Geschichte sehr viel jüngeren Datums sei. Neuere Forschungen und archäologische Entdeckungen belegen aber, daß China wie im übrigen alle Gebiete entlang der alten Völkerwanderungsstraße, die sich von Ägypten über den vorderen Orient, über die Seidenstraße in das Herz des heutigen Chinas und von da aus weiter über die Behringstraße bis hin nach Südamerika erstreckte, auf eine Kultur zurückblicken kann, deren Anfänge in die Altsteinzeit (um 10.000 v.Chr.) zurückreichen. Bereits in der Vorgeschichte, die uns nicht durch Urkunden, sondern allein durch Funde nachgewiesen ist, war das Gebiet des heutigen
China Einzugsgebiet verschiedendster Völker und Stämme, deren Unterschiede heute von den Chinesen aber aus politischen Gründen übersehen werden. Es reicht, wenn sich die Völker im heutigen Hoheitsgebiet ansiedelten, um sie zu öChinesenö zu machen. Dabei ist Chinas Geschichte auch ein Sinnbild für das Verschmelzen der Kulturen und des gegenseitigen Lernens. Erst in der jüngsten Vergangenheit brachten Ausgrabungen in Yunnan den Nachweis, daß auf dem Gebiete des heutigen Chinas Vorformen des heutigen Menschen lebten.
China gehört zu den ältesten Zivilisationen und Hochkulturen der Menschheit. Als Träger dieser Kultur und dominierende Volksgruppe haben sich in der Geschichte Chinas die Han-Chinesen etabliert. Schriftliche Aufzeichnungen über die chinesische Kultur reichen über 3.500 Jahre zurück. Im Mythos geht sie ursprünglich auf die drei Urkaiser zurück: Fu-Xi, Shen-Nong und schließlich der Gelbe Kaiser Huang-Di als eigentlicher Kulturschöpfer – ihnen voran gingen 16 irdische und eine Reihe himmlischer Kaiser. Historische Belege für die Existenz dieser Persönlichkeiten gibt es allerdings keine, sie sollen laut Überlieferung vor 5.000 bis 6.000 Jahren gelebt haben.
Die Chinesen rühmen sich oft ihrer 5000-jährigen Geschichte. Gerechnet vom Jahr 2698 v. Chr., in dem der Gelbe Kaiser (Huang Di), Chinas erstes "Staatsoberhaupt", sein Reich im Gebiet des heutigen China gründete, bis zum Jahr 1911, wo der letzte Kaiser der letzten Dynastie Chinas, Aisin-Gioro Pu Yi, aus dem Thronsaal der Verbotenen Stadt vertrieben und eine Republik ausgerufen wurde, erlebte China in fast 5000 Jahren 83 Dynastien unterschiedlicher Größenordnung und verschiedener Lebensdauer mit 559 Herrschern, von denen 397 Kaiser, darunter eine Kaiserin, und 162 Könige waren. Diese 83 Dynastien errichteten insgesamt 95 Hauptstädte, von denen aus sie schalten und walten konnten. Auf dieses komplizierte und vielverflochtene Feld zu blicken und in der geschichtlichen Szene Chinas zu wandern ist ein verlockendes Abenteuer.
Wer waren die ersten Chinesen? Wie sah der erste Sklavenhalterstaat oder der erste vereinte Feudalstaat in China aus? Wie durchlief China in seiner Entwicklung die verschiedenen geschichtlichen Stufen? Wie sah China in seinen Blütezeiten aus? Wie waren Chinas Beziehungen zur Außenwelt in den verschiedenen Dynastien? Wie kam es schließlich zur Gründung einer Volksrepublik in China?
Chinas politische Geschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war eine Phase des Übergangs nach dem Ende der Monarchie, in der mit verschiedenen politischen Systemen experimentiert wurde. Dass sich schließlich der chinesische Kommunismus durchsetzte, ist eher einer Kombination aus strukturellen Faktoren und manchen Zufällen zu verdanken.























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